Freiheit als Vermächtnis: Südtirol gedenkt Georg Klotz

Georg Klotz, im Volksmund „Jörg“ genannt, führte ein bewegtes Leben. Der Widerstand gegen die Unterdrückung der Südtiroler Schicksalsgemeinschaft durch den Staat Italien und der Einsatz für die Freiheit des südlichen Landesteils Tirols standen im Zentrum seines Handelns. Er war ein überzeugter Tiroler Patriot, der seinen Einsatz für die Heimat mit außergewöhnlicher Standhaftigkeit, großer Selbstlosigkeit und ohne Kompromisse führte. Für ihn gab es keine halben Lösungen.
Ein Leben im kompromisslosen Einsatz für Tirol
Diese kompromisslose Haltung und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn brachten ihn mehrfach in Lebensgefahr. Im Jahr 1964 sollte er im Auftrag des italienischen Geheimdienstes durch einen Schuss getötet werden. Schwer verletzt stellte sich Klotz tot – ein Umstand, der ihm das Leben rettete. Mit einer Kugel in der Brust gelang ihm schließlich die Flucht über die Berge nach Nordtirol.
Familie, Opfer und ein bleibendes Vermächtnis
An seiner Seite stand stets seine Ehefrau Rosa. Ihr unerschütterlicher Rückhalt und ihre Standhaftigkeit trugen entscheidend dazu bei, diese schweren Jahre zu überstehen. Dafür zahlte sie einen hohen Preis: Über ein Jahr verbrachte sie im Gefängnis, da der italienische Staat ihres Ehemannes nicht habhaft werden konnte. Zudem wurde ihr, der leidenschaftlichen Lehrerin, ein Berufsverbot auferlegt. Doch diese Maßnahmen stärkten nicht nur das Ehepaar Klotz, sondern auch die gesamte Familie.
Die charakterliche Stärke und die tiefe Verbundenheit zur Tiroler Heimat prägen die Familie Klotz bis heute. Für viele Tiroler Patrioten ist sie ein Vorbild. Vor allem aber bleibt Georg Klotz als Freiheitskämpfer in Erinnerung. Das Himmelreich hat er gewonnen – die Freiheit Südtirols zu erringen, bleibt sein Vermächtnis.
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