Wirth Anderlan kritisiert Forderungen nach mehr Diversität in Südtirol

Kritik von Jürgen Wirth Anderlan
Der Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan (JWA) kritisiert die Forderung nach „mehr Buntheit“ als Angriff auf die Südtiroler Bevölkerung: „Wir Südtiroler durften nie darüber entscheiden, ob wir diese Buntheit überhaupt wollen. Sie wurde uns – ebenso wie die Zugehörigkeit zu Italien – aufgezwungen.“
Seiner Ansicht nach sei Südtirol bereits „bunt genug“. Historisch gewachsene Vielfalt, Dialekte, Trachten, Handwerk, Bräuche und Traditionen prägten das Land seit Jahrhunderten. Organisationen, die aktiv für eine verstärkte Diversität und einen Bevölkerungsaustausch eintreten, sollten seiner Meinung nach nicht mit Steuergeldern unterstützt werden. „Die Südtiroler Hochschülerschaft erhält Hunderttausende Euro an Beiträgen – nicht, um Überfremdung zu fordern, sondern um Studenten zu helfen“, so Wirth Anderlan.
Jugendring ebenfalls im Fokus
Auch der Jugendring sprach sich öffentlich für mehr Diversität aus und bezeichnete den Rechtsruck in der Gesellschaft als bedenklich. Laut Wirth Anderlan verliere der Jugendring dadurch den Fokus auf seine Kernaufgaben der Jugendarbeit und propagiert politische Meinungen. „Wir sind deshalb klar dafür, Organisationen, die sich offen für einen Bevölkerungsaustausch aussprechen, die öffentlichen Gelder zu streichen“, betont der Politiker. Die Debatte zeigt, wie stark das Thema Diversität in Südtirol polarisiert.






