von mmh 22.01.2026 17:33 Uhr

Klimaaktivisten wollten Kanzler-Flieger pink färben – drei Festnahmen

Medienberichten zufolge ist es in der Nacht auf Donnerstag auf dem Flugplatz Arnsberg-Menden in Nordrhein-Westfalen zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen. Drei Klimaaktivisten versuchten laut Polizei, das Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz mit pinker Farbe zu besprühen. Alle Beteiligten wurden vor Ort festgenommen, inzwischen aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

APA/LETZTE GENERATION, APA/dpa(Fotomontage: UT24)

Nach Angaben der Polizei verschafften sich zwei Frauen und ein Mann im Alter von 23, 28 und 56 Jahren gegen Mitternacht Zugang zum Gelände, indem sie einen Zaun durchschnitten. Anschließend näherten sie sich dem Privatflugzeug des Bundeskanzlers. Die Ermittler ordnen die Tat dem Klimaaktivismus-Spektrum zu.

Gruppe bekennt sich zur Aktion

Am Donnerstagmorgen bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen „Widerstands-Kollektiv“ in einer Mitteilung zu der Aktion. Ziel sei es gewesen, das Flugzeug mit pinker Farbe „stillzulegen“. Nach eigenen Angaben führten die Aktivisten auch ein Fahrrad als „klimafreundliches Fortbewegungsmittel“ mit sich. Auf einem Banner sei der Slogan „Mobilität für alle statt für Überreiche!“ zu lesen gewesen.

Unter den Festgenommenen befand sich laut Angaben der Gruppe auch die Studentin Anja Windl, in der Szene als „Klima-Shakira“ bekannt. Windl erklärte zur Aktion, man handle aus „Notwehr“, da sich die Klimakrise zuspitze, während Friedrich Merz mit einem eigenen Flugzeug unterwegs sei. Windl war bereits zuvor durch Beteiligungen an Protestaktionen der Letzte Generation aufgefallen.

Polizei wurde durch Verkehrskontrolle aufmerksam

Auf den Vorfall aufmerksam wurden die Beamten durch eine Verkehrskontrolle in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes. Ein Mann gab dabei an, den Flugplatz zu suchen und ist der Polizei aus dem Bereich links-politisch motivierter Delikte bekannt. Bei der anschließenden Überprüfung des Geländes entdeckten die Beamten die Eindringlinge.

Die drei Personen wurden in Gewahrsam genommen, sind laut Staatsanwaltschaft Arnsberg inzwischen jedoch wieder auf freiem Fuß, da keine Haftgründe vorlagen. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt.

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