von ih 21.01.2026 08:25 Uhr

Grüne und Linke vermissen „LGBTQIA+“-Themen in Bozen

Sieben Monate nach Beginn der Legislaturperiode üben Grüne und Linke scharfe Kritik an der von der italienischen Rechten geführten Stadtregierung in Bozen. Laut Fraktionssprecherin Chiara Rabini sei die Mehrheit politisch schwach, von internen Spannungen geprägt und stark auf den Bürgermeister zentralisiert. Vor allem fehle eine übergeordnete Vision für die Entwicklung der Stadt.

Foto: Grüne Bozen

Als größte Problemfelder nennt die linke Opposition Wohnen, steigende Lebenshaltungskosten, Arbeit, soziale Dienste, Umwelt und die Qualität des öffentlichen Raums. Die Ablehnung des Haushalts begründen die Grünen mit dem Fehlen struktureller Antworten auf Wohnungsnot und soziale Ungleichheit. Sicherheit entstehe durch Prävention und soziale Arbeit, nicht durch Verdrängung.

In der Migrationspolitik fordern sie eine Abkehr von reiner Notverwaltung und die Rückkehr zu einer gerechten Verteilung nach dem früheren SAI-Modell. Kritisch sehen sie zudem Rückschritte in der Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik sowie das völlige Fehlen von umstrittenen „LGBTQIA+“-Themen.

Weitere Schwerpunkte der Kritik betreffen den Wohnbau, die Lage bei den Valbruna-Werken mit hunderten Arbeitsplätzen, die angespannte Situation im öffentlichen Verkehr bei der SASA sowie den Kulturbereich, der nach mehreren Abgängen vor einem Neuanfang steht.

Auch Investitionen in Jugend- und Kulturpolitik sowie selbstverwaltete Räume für junge Menschen seien dringend notwendig.

Die Grünen verstehen ihre Rolle als konstruktive Opposition und wollen durch klare Kontrolle und konkrete Vorschläge eine glaubwürdige politische Alternative für Bozen aufbauen.

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