von ih 19.01.2026 12:56 Uhr

Biodiversität in Südtirol weiter unter Druck

Eine neue Studie der EURAC zeigt, dass es um die Artenvielfalt in Südtirol schlecht steht. Intensive Landwirtschaft und Klimawandel führen dazu, dass immer mehr wildlebende Tiere und Pflanzen verschwinden. Die Ergebnisse bestätigen frühere internationale Befunde, wonach der Verlust von Lebensräumen eine der Hauptursachen für das Artensterben ist.

Elisabeth Ladinser und Hanspeter Staffler.

Zwar gibt es Bemühungen von Land und Gemeinden, Lebensräume für Insekten und Vögel zu verbessern, doch der Platz für naturnahe Flächen wird durch die Intensivierung in Viehwirtschaft und Obstbau immer knapper. Jüngste Vorfälle wie das Roden von Hecken oder das Düngen artenreicher Wiesen in Schutzgebieten verdeutlichen den Druck auf empfindliche Ökosysteme.

Der Südtiroler Bauernbund räumt ein, dass es einen Ausgleich für die intensive Nutzung braucht. Umweltorganisationen fordern jedoch weitergehende Maßnahmen, etwa mehr ökologische Ausgleichsflächen und strengere Schutzvorgaben in Natura-2000-Gebieten.

Ohne eine umfassende und verbindliche Biodiversitätsstrategie, so der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, werde der Rückgang der Artenvielfalt auch in Südtirol weitergehen.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite