von mmh 18.01.2026 17:48 Uhr

Millimeterarbeit in Innsbruck: Rauchmühlbrücke erfolgreich eingefahren

Mit Spezialpressen und 112 einzeln gesteuerten Räderpaaren ist am Sonntag die rund 1.400 Tonnen schwere Rauchmühlbrücke in Innsbruck eingefahren worden. Der Koloss war zuvor auf fünf Meter Höhe gehievt worden, mit Transporteinheiten wurde das Tragwerk dann rund 100 Meter über die Hallerstraße bis zu den Brückenwiderlagern gefahren. Nach einer Drehung um 90 Grad hatte die Brücke millimetergenau die endgültige Position gefunden, berichteten die ÖBB in einer Presseaussendung.

APA/ÖBB/SAILERBROTHERS

Das Einfahren der Brücke zählte laut Aussendung „zu den anspruchsvollsten Arbeitsphasen“. Schon die Vorbereitungen und der Abbruch der alten Rauchmühlbrücke erforderten seit 7. Jänner die Sperre der Bahnstrecke zwischen der Bahnhaltestelle Rum und dem Hauptbahnhof Innsbruck. Bis zu 90 Busse fuhren als Schienenersatzverkehr. Die Sperre der Bahnstrecke wird noch bis einschließlich 29. Jänner andauern. Die Zeit bis zur Inbetriebnahme der neuen Brücke sei für Arbeiten an den Widerlagern und die eisenbahntechnische Ausrüstung erforderlich.

Längere Nutzbarkeit, weniger Lärm versprochen

Durch den Betonbau gehen die ÖBB von einer wesentlich längeren Nutzbarkeit als beim bisherigen Stahltragwerk aus. Weniger Lärmbelastung und ein ruhigerer Lauf der Züge sind weitere Vorteile. Nach mehr als sechs Jahrzehnten hatte die alte Eisenbahnbrücke neben der Rauchmühle ihre technische Lebensdauer ausgereizt. Sie war enormen Belastungen ausgesetzt. Rund 270 Züge waren zuletzt täglich über das Bauwerk gefahren. Auch die Witterung hatte der Stahlkonstruktion zugesetzt.

apa

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