von mmh 18.01.2026 17:13 Uhr

Klare Sieger in Toblach: Compagnoni und Kettunen setzen Maßstäbe

Der zweite Wettkampftag des 49. Volkslaufs Toblach–Cortina brachte in der Nordic Arena Toblach Entscheidungen mit klaren Siegern – taktisch klug bei den Männern, überlegen bei den Frauen. Über 26 Kilometer in der freien Technik setzten sich Luca Compagnoni und Oona Kettunen durch. Kettunen gewann damit nicht nur das Rennen, sondern auch souverän die Kombinationswertung.

Compagnoni wartet lange und schlägt eiskalt zu

Grauer Himmel, anspruchsvolle Loipen und mehr als 500 Athleten prägten den zweiten Wettkampftag. Die Strecke führte wie am Vortag durch das Langlaufstadion der Nordic Arena Toblach, ergänzt durch eine Zusatzschleife bis hinauf zum Kriegsfriedhof. Trotz etwas langsamer Schneeverhältnisse entwickelte sich vor allem bei den Männern ein taktisch geprägtes Rennen.

Bei den Herren wartete Luca Compagnoni lange ab, bevor er Mitte der zweiten Runde attackierte. Im Finale setzte er sich entschlossen von der Konkurrenz ab, unterstützt von seinem Teamkollegen Davide Battagini, der den zweiten Platz belegte. Compagnoni lief mit 12 Sekunden Vorsprung als Sieger ins Ziel und feierte damit sein zweites Podium innerhalb einer Woche nach Rang zwei beim 3 Zinnen Ski Marathon. Dritter wurde der Südtiroler Manuel Amhof, der mit diesem Ergebnis zugleich die Kombinationswertung deutlich vor Ivo Nöckler für sich entschied. Dahinter entschied Julian Brunner den Sprint um Rang vier vor Felix Pider, dem Deutschen Daniel Debertin und dem Spanier Sadurni Betriu.

Kettunen in eigener Liga – klare Siege im Rennen und in der Kombination

Im Frauenrennen ließ Oona Kettunen von Beginn an keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit. Bereits nach der ersten Runde hatte sich die Finnin einen Vorsprung von rund einer Minute erarbeitet, den sie kontinuierlich ausbaute. Julia Kuen, die erst in der Nacht nach ihrem Sieg beim Dolomitenlauf angereist war, versuchte zwar aufzuschließen, musste sich jedoch auf die Absicherung von Rang zwei konzentrieren. Platz drei ging an die Französin Océane Bepoix. Die drei Athletinnen erreichten das Ziel mit deutlichen Abständen.

Besonders beeindruckend: Kettunen hatte im Ziel lediglich fünf Minuten Rückstand auf den schnellsten Mann des Tages und bestätigte damit ihre starke Form nach dem zweiten Platz im klassischen Stil am Vortag.

Zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung zeigte sich OK-Präsident Herbert Santer sehr zufrieden – sowohl mit den Teilnehmerzahlen als auch mit der angepassten Streckenführung und den internationalen Podestplätzen. Kaum ist die Ausgabe 2026 beendet, richtet sich der Blick bereits nach vorne: Der 50. Volkslauf soll wieder mit dem Ziel unter dem Glockenturm von Cortina enden.

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