Sturz beim Abstieg: Schwerer Eiskletterunfall im Ötztal

Der Mann war gemeinsam mit einem erfahrenen deutschen Kletterpartner in die bekannte Eiskletterroute im Gemeindegebiet von Sölden eingestiegen. Beide waren mit vollständiger und üblicher Eiskletterausrüstung unterwegs und absolvierten die Tour ohne Zwischenfälle bis zur sechsten Seillänge.
Ungesicherte Querpassage endet mit Sturz
Nach dem erfolgreichen Aufstieg seilten sich die beiden Alpinisten nacheinander wieder kontrolliert bis zum Einstieg des Eisfalls ab. Als der Schweizer als Zweiter unten ankam, hängte er sein Abseilgerät aus und wollte eine kurze Querpassage ungesichert in Richtung eines Baumes zurücklegen. Dabei stolperte er und stürzte mehrere Meter über das extrem steile und vereiste Bachbett talwärts.
Eine zweite deutsche Seilschaft, die sich in unmittelbarer Nähe befand, setzte umgehend den Notruf ab.
Nächtlicher Hubschraubereinsatz im Ötztal
Da am Unfallort bereits Dunkelheit herrschte, entschied der Einsatzleiter der Bergrettung Sölden, den nachtflugtauglichen Notarzthubschrauber NAH RK 2 nachzualarmieren. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde der Verletzte mittels Rettungswinde aus dem steilen Gelände geborgen.
Anschließend brachte die Crew des Notarzthubschraubers den Mann zur weiteren medizinischen Versorgung in das Krankenhaus Zams. Angaben zur Art und Schwere der Verletzungen lagen zunächst nicht vor.






