von mmh 16.01.2026 15:24 Uhr

Hunderte „Corona-Arbeitsstellen“ behalten – NEOS fordern Aufklärung

In Tirol sind hunderte während der Corona-Pandemie geschaffene Stellen in der Landesverwaltung bis heute bestehen geblieben. Das zeigt ein strukturelles Problem, das aktuell auch in Vorarlberg diskutiert wird, in Tirol jedoch in noch größerem Ausmaß. NEOS-Landtagsabgeordnete Susanna Riedlsperger macht deutlich: „Was jetzt in Vorarlberg öffentlich diskutiert wird, kennen wir in Tirol schon lange, nur in einer deutlich größeren Dimension.“

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Fast 300 neue Stellen in der Krise, kaum Rückbau danach

Laut Landesrechnungshof wurden während der Corona-Krise in Tirol 296,5 neue Vollzeitstellen geschaffen, davon 222 ausdrücklich für den pandemiebedingten Mehraufwand. „Unbestritten ist: Diese Ausnahmesituation ist längst vorbei. Trotzdem sind diese Stellen bis heute da“, kritisiert Riedlsperger.

Statt die Corona-Stellen schrittweise abzubauen, seien sie fast vollständig in den Regelbetrieb übernommen worden. In einzelnen Jahren wurden Stellen reduziert, in anderen wieder neu geschaffen. Aktuell sind über 220 zusätzliche Vollzeitäquivalente aus der Pandemiezeit noch aktiv – ohne pandemiebedingte Aufgaben.

NEOS fordern Transparenz und Kontrolle

Die NEOS wollen nun prüfen, wofür diese Stellen damals und heute tatsächlich eingesetzt werden. Riedlsperger kündigt Anfragen im Tiroler Landtag an: „Wir werden der Frage nachgehen, ob diese Beschäftigten überhaupt ausreichend Arbeit hatten und haben.“

Vor dem Hintergrund angekündigter Sparmaßnahmen sei diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. „Wer vom Gürtel-enger-Schnallen spricht, darf nicht gleichzeitig den Verwaltungsapparat dauerhaft aufblähen“, betont die Abgeordnete.

Verantwortung für Steuergeld

Für NEOS sei klar: Jeder Euro Steuergeld verlange Verantwortung, Kontrolle und Ehrlichkeit. „Personalaufbau in der Krise kann notwendig sein. Ihn nach der Krise einfach fortzuschreiben, ohne echte Aufgaben und ohne Transparenz, ist es nicht“, so Riedlsperger abschließend.

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