von ih 16.01.2026 10:49 Uhr

Überetscher Straße am Limit

Die Verkehrssituation auf der Überetscher Straße (SS 42) bleibt weiterhin angespannt. Trotz angekündigter Maßnahmen von Land und Gemeinde sieht die Süd-Tiroler Freiheit in Eppan noch großen Handlungsbedarf. Gemeinderat Walter Oberhauser, Mitglied der Verkehrskommission, begrüßt zwar die geplanten Projekte, zweifelt jedoch an deren ausreichender Wirkung.

Walter Oberhauser, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Eppan - Foto: STF

Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen eine Bus-Vorzugsspur von Eppan nach Pillhof, zwei neue Kreisverkehre bei der Mebo-Ein- und Ausfahrt Eppan sowie Überlegungen zur Untertunnelung des Kreisverkehrs Pillhof und eine Tunnelvariante in diesem Bereich. Diese Schritte seien wichtig, so Oberhauser, würden aber allein kaum ausreichen, um den Verkehr nachhaltig zu entlasten.

Besonders problematisch sei die Situation bei Unfällen auf der Mebo oder im Bereich Bozen-Süd. In solchen Fällen staut sich der Verkehr regelmäßig bis nach Eppan und ins Etschtal zurück, zuletzt etwa am 13. Jänner 2026. Mit rund 30.000 Fahrzeugen, die täglich auf der SS 42 unterwegs sind, stoße die Infrastruktur längst an ihre Grenzen.

„Es ist nicht einfach, für dieses Verkehrsaufkommen rasch wirksame Lösungen zu finden. Hier ist die Sensibilität aller Beteiligten gefragt, um gemeinsam zu tragfähigen Konzepten zu kommen. Niemand besitzt einen Zauberstab“, betont Oberhauser. Das geplante Mobilitätskonzept für das Überetsch sei ein wichtiger Schritt, doch bis zu einer spürbaren Entlastung der Verkehrssituation bleibe noch viel zu tun.

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