Ehrenamt in Südtirol unter Druck

Mit dem im Juli 2025 verabschiedeten Südtiroler Landesgesetz zum Ehrenamt verbanden viele die Hoffnung auf Erleichterungen. Landesrätin Rosmarie Pamer hatte bei den „Montaner Sommergesprächen“ angekündigt, dass das neue Landesregister alle Vorteile des staatlichen Registers übernehmen solle. Doch aus Sicht des Schützenbezirks sind bis heute zentrale Fragen offen geblieben.
Besonders problematisch sei der Wechsel vom staatlichen in das Landesregister. Ungeklärt sei etwa, wie Vermögenswerte ohne finanzielle Verluste übertragen werden können. Auch das Versprechen der Landespolitik, sämtliche offenen Punkte bis Ende 2025 zu lösen, sei bislang nicht eingelöst worden, so Frank.
„Notwendig, die Unabhängigkeit für Südtirol anzugehen“
Darüber hinaus bestünden weiterhin Unsicherheiten bei wichtigen finanziellen und steuerlichen Themen. Die Absetzbarkeit von Spenden, die Befreiung von der Stempelsteuer sowie die Zuweisung der sogenannten fünf Promille der Einkommenssteuer seien nach wie vor nicht eindeutig geregelt. Diese Fragen lägen letztlich in der Zuständigkeit des italienischen Staates und müssten in Rom entschieden werden.
Vor diesem Hintergrund stellt der Bezirksmajor die jetzigen Autonomiebefugnisse Südtirols grundsätzlich in Frage. Wenn das Land nicht in der Lage sei, die Rahmenbedingungen für das eigene Ehrenamt selbstständig zu regeln, müsse die Autonomiepolitik neu gedacht werden. „Dann ist es notwendig, die Unabhängigkeit für Südtirol ernsthaft anzugehen“, so Frank.






