von ih 15.01.2026 13:32 Uhr

Südtiroler Landtag beschließt intensive Sprachförderung für Kinder

Der Südtiroler Landtag hat am Donnerstag den Beschlussantrag Nr. 361/25 zur intensiven Sprachförderung von Schülern angenommen. Der Antrag, eingebracht vom Abgeordneten Thomas Widmann, wurde in abgeänderter Form als sogenannter Ersetzungsantrag mit breiter Zustimmung verabschiedet. Ziel ist es, Kinder mit unzureichenden Sprachkenntnissen gezielt zu fördern und ihre Integration in den Regelunterricht zu verbessern.

APA/THEMENBILD

Im Mittelpunkt des Beschlusses stehen Projekte für die Grundschule und die Sekundarstufe I. Kinder, deren Sprachkompetenzen in der jeweiligen Unterrichtssprache unter dem altersgemäßen Niveau liegen, sollen künftig in kleineren Lerngruppen von speziell ausgebildeten Fachkräften unterstützt werden. Dadurch sollen bessere Bildungschancen und eine nachhaltige Eingliederung in den Klassenverband ermöglicht werden.

„Sprache ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn und für gesellschaftliche Teilhabe – gerade in einem mehrsprachigen Land wie Südtirol“, betonte Thomas Widmann nach der Abstimmung. Es gehe darum, Sprachdefizite nicht mit mangelnder Leistungsfähigkeit gleichzusetzen, sondern frühzeitig und gezielt zu fördern.

Womit die Landesregierung beauftragt wird

Ein weiterer Schwerpunkt des Beschlusses liegt auf dem Ausbau der personellen und finanziellen Ressourcen. Die Südtiroler Landesregierung wird beauftragt, qualifizierte Sprachförderlehrkräfte zu sichern und zusätzliche Fachkräfte durch gezielte Maßnahmen rasch zu professionalisieren.

Begleitet werden die Förderprojekte von einer wissenschaftlichen Evaluation. Die Ergebnisse sollen dem Landtag in einem Bericht vorgelegt werden, der unter anderem Lernerfolge, Integrationseffekte und die Übertragbarkeit des Modells auf andere Schulen analysiert.

Widmann wertete die Annahme des Ersetzungsantrags als positives Signal: „Dass dieser Beschluss gemeinsam weiterentwickelt und schließlich verabschiedet wurde, zeigt, dass beim Thema Bildung und Chancengerechtigkeit konstruktive Lösungen möglich sind – im Interesse der Kinder und des gesamten Bildungssystems.“

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