„Ausländerprojekt sofort stoppen“

Migranten werden auf ganz Südtirol verteilt
Laut dem Rai-Bericht sollen die derzeit im Bozner Hotel „Asterix“ untergebrachten Familien ab dem Sommer 2026 auf zahlreiche Gemeinden verteilt werden. Woher der dafür notwendige Wohnraum kommen soll, ist jedoch offen.
Selbst der Präsident der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern habe darauf hingewiesen, dass nahezu alle Gemeinden betroffen seien, es an Informationen fehle und Wohnungen dringend auch für Einheimische benötigt würden.
In vielen Orten stehen Bürgermeister vor dem Problem, kaum noch leistbare Wohnungen anbieten zu können. Die geplante Zuweisung weiterer Familien verschärfe die Situation zusätzlich, kritisiert die STF. Die Bevölkerung werde vor vollendete Tatsachen gestellt, während konkrete Konzepte zur Schaffung neuen Wohnraums fehlten.
Projekt für STF „nicht nachvollziehbar“
Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit bezeichnet das Vorgehen der Landesregierung als unverantwortlich. Wenn selbst offiziell bestätigt werde, dass Wohnungen für Einheimische dringend gebraucht würden, sei es nicht nachvollziehbar, gleichzeitig landesweit nach kostenlosen Wohnungen für Zuwanderer zu suchen. Dadurch werde ein Problem verschärft, das seit Jahren ungelöst sei.
Knoll fordert einen Kurswechsel in der Wohnbaupolitik. Öffentliche Mittel müssten in erster Linie dafür eingesetzt werden, leistbaren Wohnraum für junge Südtiroler zu schaffen. Jährlich würden viele von ihnen das Land verlassen, weil sie sich das Leben und Wohnen in ihrer Heimat nicht mehr leisten könnten.
Die Süd-Tiroler Freiheit plädiert daher für einen sofortigen Stopp des Verteilungsprojekts und verlangt, dass die Landesregierung vorrangig Maßnahmen zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum für die einheimische Bevölkerung ergreift. Nur so könne langfristig die Zukunft des Landes gesichert werden.
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