von ih 13.01.2026 14:49 Uhr

Parteipolitische Aussagen von Karl von Habsburg in der Kritik

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) hat die jüngsten öffentlichen Äußerungen von Karl von Habsburg zur Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) scharf kritisiert und zur politischen Zurückhaltung des Hauses Habsburg aufgerufen. Obmann Alois Wechselberger erklärte, es sei ein Novum in der über 100-jährigen Geschichte des Bundes, ein Mitglied des österreichischen Kaiser- und Tiroler Fürstenhauses öffentlich zu kritisieren.

APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Unabhängig von der politischen Bewertung der FPÖ halte man es für ungeschickt, wenn sich ein Habsburger parteipolitisch positioniere und eine demokratisch gewählte Partei angreife. Insbesondere die Bezeichnung der FPÖ als „fünfte Kolonne Moskaus“ sei deplatziert und nicht haltbar, so Wechselberger.

Der AHBT betont die historische Tradition parteipolitischer Neutralität des Kaiserhauses und forderte Karl von Habsburg auf, sich künftig auf überparteiliche Anliegen zu konzentrieren, vor allem auf den Einsatz für die Einheit Tirols. Zudem unterstrich der Bund die Bedeutung der österreichischen Neutralität im Ukraine-Krieg und warnte vor moralischer Vereinfachung des Konflikts.

Abschließend erklärt Alois Wechselberger, der öffentlich ausgetragene Streit schade allen Beteiligten. Der AHBT bietet sich hierbei als Vermittler an, um zur Deeskalation beizutragen.

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