von ih 13.01.2026 12:58 Uhr

Renate Holzeisen fordert Überprüfung der Kinderimpfpflicht

Die Landtagsabgeordnete Renate Holzeisen (Vita) kritisiert, dass die in Italien geltende Kinderimpfpflicht seit ihrer Einführung 2017 nicht wie gesetzlich vorgeschrieben überprüft wurde. Laut Gesetzesdekret Nr. 73/2017 müsse die Impfpflicht alle drei Jahre einer Revision unterzogen werden, unter Einbindung der Regionen und autonomen Provinzen. Diese Überprüfung sei bislang weder 2020 noch 2023 erfolgt.

Symbolbild UT24

Renate Holzeisen wirft der italienischen Regierung vor, stattdessen lediglich den nationalen Impfplan verlängert zu haben, der jedoch rechtlich nicht die Impfpflicht regelt, sondern nur Empfehlungen enthält. Auch der Südtiroler Landeshauptmann habe in einer Anfrageantwort fälschlich auf diesen Impfplan Bezug genommen.

Holzeisen bringt Beschlussantrag ein

Mit einem Beschlussantrag, der diese Woche im Südtiroler Landtag zur Abstimmung steht (Nr. 351/2025), fordert Holzeisen die Landesregierung auf, in der Staat-Regionen-Konferenz eine transparente, wissenschaftlich fundierte Revision der Kinderimpfpflicht zu verlangen.

Zudem solle sich Südtirol für ein unabhängiges, von Interessenkonflikten freies Beratungsgremium und für mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen einsetzen. Bis zur Klärung fordert sie außerdem, ungeimpfte Kinder nicht von Kindergärten und Betreuungseinrichtungen auszuschließen.

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