Südtiroler Arbeitsmarkt immer abhängiger vom Ausland

Während 1998 noch etwa 80 Prozent der Beschäftigten aus Südtirol stammten, liegt ihr Anteil heute bei nur noch rund 60 Prozent. Besonders stark ist die Abhängigkeit von auswärtigen Arbeitskräften in der Landwirtschaft, im Tourismus, im Baugewerbe und in der Industrie. Aber auch im öffentlichen Dienst, im Bildungs- sowie im Gesundheits- und Sozialwesen wäre das Beschäftigungswachstum ohne Zuwanderung nicht möglich gewesen.
Ein großer Teil der Arbeitskräfte kommt aus dem restlichen Italien sowie aus EU-Staaten wie Rumänien. Aus Nicht-EU-Ländern stellen vor allem Albanien, Pakistan, Marokko und Indien wichtige Herkunftsländer dar. Diese vier Länder vereinen derzeit rund 10.000 Beschäftigte und machen damit etwa 45 Prozent aller in Südtirol tätigen Nicht-EU-Bürger aus.
Südtirols Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof (SVP) sieht darin die Notwendigkeit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, um qualifizierte Arbeitskräfte von außen zu gewinnen und zugleich mehr Menschen vor Ort in den Arbeitsmarkt zu integrieren.






