Junkfood-Werbung zielt gezielt auf Kinder

Eine Recherche von foodwatch (September 2025) zeigt, dass Konzerne verstärkt Videospiele und Streaming-Plattformen nutzen. In Spielen wie Fortnite oder auf Plattformen wie Roblox erscheinen Werbespots, eigene Spielwelten oder Produktplatzierungen. Auch bekannte Streamer werben für Süßigkeiten, Chips oder Energy-Drinks. Marken wie Mentos, McDonald’s, Chupa Chups und Red Bull sind dabei besonders präsent.
Zusätzlich setzen Unternehmen auf Sportsponsoring. Laut einer Studie des British Medical Journal (Juli 2025) bestehen in Großbritannien 95 Partnerschaften zwischen Herstellern stark zucker-, fett- oder salzhaltiger Produkte und Spitzenathleten, Teams oder Sportorganisationen. Experten kritisieren, dass dadurch ungesunde Produkte mit Sport, Gesundheit und Erfolg verknüpft werden. Mediziner fordern deshalb ein Verbot solchen Sponsorings.
In Großbritannien ist Anfang Januar 2026 bereits ein strenges Werbeverbot in Kraft getreten: Junkfood-Werbung ist im Internet untersagt und im Fernsehen erst nach 21 Uhr erlaubt. Ziel ist es, Kinder besser vor der Beeinflussung durch Werbung zu schützen.






