Weihnachtsaktion: Südtiroler spendeten so viel wie noch nie

„Es ist überwältigend, wie viele Menschen bereit sind, zu helfen und zu zeigen, dass sie die Bevölkerung in diesem Krieg nicht im Stich lassen. Das ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit in diesem besonders harten Kriegswinter“, bedankt sich Präsident, Alexander Schmid. In den Sektionen des Weißen Kreuzes wurden heuer so viele Sachspenden abgegeben wie noch nie: Mehr als drei LKW-Ladungen sind zusammengekommen, das ist dreimal so viel wie im Vorjahr, berichtet das Weiße Kreuz. Familien, Gruppen und Schulklassen haben liebevoll Pakete für die Kinder geschnürt und festlich verpackt. Entsprechend groß war die Freude der Buben und Mädchen, als die Mitarbeiter des Weißen Kreuzes die ersten Geschenke überreicht haben. „Diese Kinder haben schon viel Schlimmes erlebt. Viele vermissen ihre Eltern, die im Krieg umgekommen sind, oder bangen um ihre Väter, die das Land an der Front verteidigen. Umso bewegender war ihre Freude in diesem Moment – über die Geschenke und die Botschaften, aber auch über unseren Besuch“, berichtet das Team des Weißen Kreuzes.
Neben Spielsachen, Plüschtieren, Farben und Stiften waren heuer vor allem Taschenlampen gefragt – wichtig für die Stunden ohne Strom. Auch die gespendete Winterkleidung, Decken, Schlafsäcke und Isomatten werden dringend gebraucht. „Alles, was wärmt, ist in der Ukraine überlebenswichtig, wenn man bedenkt, wie frostig es im Winter werden kann“, sagt Direktor Ivo Bonamico, der laufend im Kontakt mit den Partnern in der Ukraine steht. Durch die ständigen Bombardements fallen Heizung und Strom immer öfter aus, viele Wohnungen sind zusätzlich beschädigt. „Wir haben bereits Isoliermaterial und Werkzeuge geschickt, damit die die Menschen ihr Zuhause notdürftig reparieren können. Doch im Winter bleibt es in den Häusern und Schutzkellern dennoch bitterkalt“.






