von ih 10.01.2026 17:11 Uhr

Große Lawinen-Gefahr ab Sonntag

In mehreren Tiroler Regionen steigt die Lawinengefahr ab morgen, Sonntag, deutlich an. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol gibt für die Gebiete Silvretta, Verwall, Lechtaler Alpen und Allgäuer Alpen die zweithöchste Gefahrenstufe 4 („große Lawinengefahr“) aus. Grund dafür sind intensive Schneefälle in Kombination mit starkem Wind, die auf eine instabile Altschneedecke treffen.

Bild: APA/THEMENBILD

Bis Sonntagmittag werden in diesen Regionen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee erwartet. Durch die ungünstige Schneeschichtung und den Wind ist mit vermehrten spontanen Lawinenabgängen zu rechnen. Besonders für Wintersportlerinnen und Wintersportler abseits gesicherter Pisten besteht akute Gefahr, da Lawinen teils schon durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden können.

In den übrigen westlichen Teilen Nordtirols sowie in den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern gilt weiterhin Lawinenwarnstufe 3 („erhebliche Gefahr“).

„Sicherheit muss an erster Stelle stehen“

Nord- und Osttirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert eindringlich an alle Wintersportbegeisterten: „Nach den schneearmen Wochen ist die Freude über den Neuschnee verständlich, doch die Sicherheit muss an erster Stelle stehen. Abseits gesicherter Pisten ist derzeit höchste Vorsicht geboten. Wir rufen zu äußerster Zurückhaltung auf und ersuchen alle, das Risiko ernst zu nehmen.“

Auch Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol warnt vor der aktuellen Situation: „Die Schneedecke ist durch die vorausgegangene Kälteperiode schwach aufgebaut. Der Neuschnee und der starke Wind verschärfen die Lage zusätzlich. Spontane Lawinen sind zu erwarten, und viele Hänge können bereits bei geringer Belastung brechen.“

Der Euregio-Lawinenreport ist täglich ab 17 Uhr für den jeweils folgenden Tag unter www.lawinen.report abrufbar. Wintersportlerinnen und Wintersportlern wird dringend geraten, sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinenlage zu informieren und in den kommenden Tagen das freie Gelände möglichst zu meiden.

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