von Alexander Wurzer 09.01.2026 17:14 Uhr

Barbetreiber nach Brandkatastrophe in Crans-Montana in Untersuchungshaft

Wie die „Bild“ berichtet, ist der Betreiber der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana von der Walliser Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen worden. Demnach wurde der Haftantrag mit Fluchtgefahr begründet.

APA/KEYSTONE

Bei dem Brand in der Neujahrsnacht kamen nach übereinstimmenden Medienberichten 40 Menschen ums Leben; zudem wurden mehr als 110 Personen teils schwer verletzt. Unter den Opfern sollen sich viele junge Menschen befunden haben.

Ermittlungen gegen Betreiber-Ehepaar

Im Zentrum der Ermittlungen stehen laut „Bild“ Jacques Moretti (49) und seine Ehefrau Jessica. Gegen beide wird im Zusammenhang mit dem Verdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung ermittelt; zudem geht es um den Vorwurf der Herbeiführung einer Feuersbrunst. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Begründung der U-Haft: Fluchtgefahr

Nach Darstellung der „Bild“ ist bislang nicht öffentlich bekannt, was den Ausschlag für die nunmehr angeordnete Untersuchungshaft gegeben hat. In den Tagen zuvor hatten Behörden demnach noch betont, dass die Voraussetzungen für eine U-Haft (damals) nicht erfüllt seien.

Brandursache weiter Gegenstand der Untersuchungen

Zur Ursache des Infernos wird weiterhin ermittelt. Als möglicher Auslöser werden in Berichten unter anderem Indoor-Feuerwerk bzw. Sprühfontänen („Tischfeuerwerk“) genannt, die brennbare Materialien im Innenbereich entzündet haben könnten; in der Folge sei es zu einer extrem schnellen Brandausbreitung gekommen.

Aufarbeitung läuft – Fragen zu Sicherheit und Kontrollen

Die Katastrophe hat eine breite Debatte über Brandschutz, Fluchtwege und Kontrollen ausgelöst. Die Ermittlungen sollen nun klären, ob Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden und ob es Versäumnisse gab – sowohl im Betrieb selbst als auch im Umfeld von Genehmigungen und Aufsicht.

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