von lif 08.01.2026 14:53 Uhr

Einen Monat keinen Alkohol: Wer schafft es?

Eine Weile keinen Alkohol trinken, weniger trinken oder vielleicht sogar ganz darauf verzichten? Die dritte Ausgabe der C0,0l – Dry January Challenge („Trockener Jänner Challenge“) 2026 lädt Menschen in Südtirol dazu ein, ihre Beziehung zu Alkohol zu überdenken und positive Effekte eines alkoholfreien Lebensstils zu erleben.

Bild von Ira Lee Nesbitt auf Pixabay

Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der Direktor des Forum Prävention Peter Koler, Sanitätsdirektor Josef Widmann, die geschäftsführende Direktorin des Dienstes für Abhängigkeitserkrankungen Bettina Meraner und die Projektverantwortliche Anna Maria Anstein haben die Aktion heute (8. Jänner) in Bozen vorgestellt. Angelehnt an den Appell der Weltgesundheitsorganisation WHO, den gesellschaftlichen Stellenwert von Alkohol zu hinterfragen und das eigene Trinkverhalten zu reflektieren, lädt die Challenge dazu ein, die positiven körperlichen wie psychischen Effekte eines Verzichts zu erleben. Die Aktion solle vor allem auch die Akzeptanz des Nicht-Trinkens in der Gesellschaft fördern, berichtet das LPA. „Wer beim Dry January mitmacht, investiert in sich selbst und seine Gesundheit: besserer Schlaf, mehr Energie und ein klarerer Blick auf die eigenen Gewohnheiten“, ist Landesrat Messner überzeugt und lädt alle ein, an der Aktion teilzunehmen. Bereits nach vier Wochen Verzicht sind positive Effekte für die Gesundheit messbar: Leberwerte, Blutdruck und Zellgesundheit verbessern sich, die Schlafqualität steigt und der Hormonhaushalt reguliert sich.

Die Challenge legt Wert darauf, gemeinschaftliche Genussmomente ohne Alkohol zu schaffen und alternative Genussräume aufzuzeigen, in denen alkoholfreier Lifestyle erlebbar wird. Erwachsene können dabei Vorbilder sein. z.B. beim Feiern. Südtirol sei eine etwas „alkoholgetränkte Gesellschaft“, gerade deshalb sei die Kampagne wichtig, sagt Meraner.

Teilnehmer können sich gegenseitig motivieren, Erfahrungen austauschen und gemeinsam das Ziel eines alkoholfreien Monats erreichen. Unterstützt werden sie durch einen WhatsApp-Channel mit Alltagstipps sowie der internationalen App Try Dry, die als digitales Tagebuch das Wohlbefinden und die Schlafqualität dokumentiert und persönliche Erfolge sichtbar macht.

„Durch Zeitungsanzeigen, Radiowerbung mit den Südtiroler Ski-legenden Isolde Kostner und Gustav Thöni als Testimonials, Plakate, Postkarten, Influencer und über Social-Media sollen viele Altersgruppen angesprochen werden“, erklärt Anstein. Es gibt digitale Terminals an Bahnhöfen und Bushaltestellen. Aufsteller in über 50 Getränkemärkten und Supermärkten weisen auf das alkoholfreie Angebot hin.

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