Brandkatastrophe in der Schweiz: etwa 40 Tote und über 100 Verletzte

Ermittlungen zur Brandursache laufen
Die Generalstaatsanwältin betonte, dass die Staatsanwaltschaft so rasch wie möglich Klarheit für die betroffenen Familien schaffen wolle. Derzeit gebe es mehrere Hypothesen zur Brandentstehung. Fest stehe lediglich, dass der gesamte Raum Feuer gefangen habe. Die genaue Ursache werde nun forensisch untersucht. Spekulationen, wonach etwa eine Champagnerflasche mit Wunderkerze den Brand ausgelöst haben könnte, wollte sie nicht kommentieren. Auch zur Frage, ob Fluchtwege – insbesondere eine Treppe – zu eng gewesen seien, äußerten sich die Ermittler nicht.
Unklar bleibt weiterhin die genaue Zahl der Todesopfer und Vermissten. Berichte aus Italien, wonach 16 Personen als vermisst gelten, wurden von offizieller Seite weder bestätigt noch dementiert. Der Polizeichef verwies darauf, dass zunächst die Familien informiert werden müssten.
Viele offene Fragen zu Opfern und Umständen
Der Schweizer Bundespräsident erklärte, dass bereits Kontakte zu mehreren ausländischen Botschaften bestehen. Dies deute darauf hin, dass sich viele Ausländer unter den Opfern befinden. In diesem Zusammenhang bestätigte er auch ein Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Besondere Brisanz erhält der Fall durch Hinweise auf das Publikum der Silvesterfeier. Laut Kantonspolizei hielten sich in der Bar viele junge Menschen auf. Die Party habe sich offenbar an 15- bis 20-Jährige gerichtet, was von den Behörden indirekt bestätigt wurde. Ob sich auch Minderjährige unter den Opfern befinden, bleibt vorerst unbeantwortet.
Fragen zu möglichen Versäumnissen beim Brandschutz oder zu früheren Kontrollen ließen die Ermittler offen. Für solche Bewertungen sei es zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. Verdächtige gibt es bislang keine, Festnahmen wurden nicht vorgenommen. Im Mittelpunkt stehe aktuell die Rekonstruktion des Brandhergangs.






