Erster Weltcupsieg im Super-G für Schwarz

„Ich muss sagen, auf dem Stuhl sitzen, da habe ich fast mehr Spannung als beim Runterfahren“, sagte Schwarz, der bereits mit Nummer vier ins Rennen gegangen war und lange warten musste, ehe der Sieg feststand. Es habe sich sehr fein angefühlt und das Material habe sehr gut funktioniert. „Auf dem Schnee muss man irrsinnig fein fahren“, meinte der 30-Jährige im ORF-TV-Interview. Der Start erfolgte auf 2.372 m Seehöhe, entsprechend trocken war der Schnee.
Im Super-G war Schwarz zuvor in seiner Karriere dreimal in den Top 10 und als Zweiter im März 2023 beim Weltcupfinale in Soldeu auch einmal auf dem Podest. Odermatt erklärte, dass er ob eines Bremsers einen größeren Rückstand erwartet hätte. „Die 15 wünscht man sich nie, speziell bei solch einfachen Bedingungen. Man wusste, da gibt es nicht viele Schlüsselstellen.“ Da könne man mit einer niedrigeren Nummer und ohne Spuren in der Piste noch eine bessere Linie fahren.
Kriechmayr und Haaser schieden aus
Livigno war erstmals im Alpin-Kalender. Nach Weihnachten tritt die Speed-Fraktion normalerweise in Bormio an, das Spektakel auf der Stelvio fiel aber aus, weil dort im Februar die olympischen Ski-Entscheidungen der Männer ausgetragen werden. Für Vincent Kriechmayr und Raphael Haaser war es eine Premiere zum Vergessen, das letzte Rennen des Jahres endete für beide mit einem Ausfall enttäuschend.
„Das war nicht gut genug. Es ist sich nicht mehr ausgegangen, reingelehnt habe ich mich auch noch. Ein Haufen Fehler auf einmal“, sagte Kriechmayr. Er wollte eigentlich ein Zeichen setzen und hätte am liebsten gleich wieder ein Rennen, um in die Spur zu kommen.
Knappes Rennen: Paris ärgert sich trotz starkem fünften Platz
Aus Südtiroler Sicht überzeugte vor allem Dominik Paris, der als ausgewiesener Bormio-Spezialist ein solides Rennen zeigte und den fünften Platz belegte. Im Ziel zeigte sich der Ultner dennoch nicht ganz zufrieden, da ihm im unteren Streckenteil Fehler unterliefen und damit eine noch bessere Platzierung möglich gewesen wäre. Insgesamt lagen die Top Ten innerhalb von nur rund einer halben Sekunde. Florian Schieder präsentierte sich mit hoher Startnummer 45 und Rang 15 ebenfalls stark. Max Perathoner aus Gröden holte als 29. noch zwei Weltcuppunkte, während Christof Innerhofer diese als 31. knapp verpasste.
Weiter geht es im Herren-Skiweltcup am 7. Jänner mit dem Nacht-Slalom in Madonna di Campiglio. In Livigno werden bei den Olympischen Spielen zudem alle Snowboard- und Freestyle-Bewerbe ausgetragen.
UT24/apa






