von ag 03.12.2025 14:19 Uhr

Strafzettel in Bozen künftig digital – „Diskriminierendes Vorgehen“

Mit großem Erstaunen hat der Vorsitzende der Seniorenvertretung Generation 60+ der SVP, Otto von Dellemann, am 28. November dem Artikel „Strafzettel kommt nun digital“ im Tagblatt Dolomiten entnommen, dass die Stadtpolizei Bozen ab Dezember ausschließlich auf die Plattform SEND setzt, um Verwaltungsstrafen zuzustellen. Bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung wurde ein Protestschreiben an die zuständigen Stellen versendet.

Symbolbild Pixabay

Seit Bekanntwerden dieser Neuerung äußern zahlreiche Senioren ihre Sorge und Verunsicherung. Viele ältere Mitbürger sind über digitale Kanäle schlicht nicht erreichbar. Laut Bericht sollen sie den Strafzettel künftig per Einschreibebrief erhalten – und die Kosten dafür selbst tragen. Wer eine gedruckte Kopie benötigt, müsse sich zusätzlich an CAF-Stellen oder andere Partner wenden.

„Dieses Vorgehen ist alles andere als seniorenfreundlich, sondern klar diskriminierend“, betont der Vorsitzende der Generation 60+, Otto von Dellemann. „Digitale Modernisierung ist sinnvoll und notwendig, aber sie darf nicht dazu führen, dass ein Teil unserer Bevölkerung benachteiligt oder mit zusätzlichen Kosten belastet wird. Ein analoger Weg muss ohne Mehrkosten und ohne zusätzliche Hürden weiterhin möglich bleiben.“

Gleichberechtigten Zugang gewährleisten

Die Generation 60+ fordert die Verantwortlichen daher mit Nachdruck auf, diese Praxis umgehend zu überdenken und sicherzustellen, dass ältere Menschen weiterhin einen gleichberechtigten und barrierefreien Zugang zu behördlichen Mitteilungen haben.

„Diese Angelegenheit muss rasch im Sinne unserer Seniorinnen und Senioren gelöst werden“, so von Dellemann abschließend.

Foto: SVP – Otto von Dellemann

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