Menschen mit Behinderung erfolgreich in Arbeit integriert

Nachhaltige Integration durch gezielte Vermittlung
Die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt bleibt eine zentrale Aufgabe der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Südtirol. Wie die Arbeitsmarktbeobachtung des Landes mitteilt, konnten im Jahr 2024 insgesamt 188 Personen durch gezielte Vermittlungsmaßnahmen eine Arbeitsstelle antreten. Besonders hervorgehoben wird die Nachhaltigkeit dieser Eingliederungen: 76 Prozent der vermittelten Personen sind ein Jahr nach Arbeitsantritt weiterhin beim selben Arbeitgeber beschäftigt.
Für Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof bestätigen diese Zahlen die Wirksamkeit des eingeschlagenen Weges. Ziel der gezielten Arbeitsvermittlung sei es, stabile Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Dies erfordere eine sorgfältige Vorbereitung, die passende Auswahl des Betriebs sowie die Ausrichtung auf die Fähigkeiten und Interessen der betroffenen Personen. Um diese Maßnahmen zu stärken, wurden die Fördermittel von 2,2 auf 3 Millionen Euro jährlich erhöht.
Individuelle Vereinbarungen als Schlüssel und neue Herausforderungen
Ein wesentliches Instrument für nachhaltige Integration ist die individuelle Vereinbarung zur Arbeitseingliederung. Von den 188 vermittelten Personen wurden 59 – rund 33 Prozent – über solche praktikumsähnlichen Projekte auf den Einstieg in den Betrieb vorbereitet. Laut den aktuellen Arbeitsmarkt-News sind 70 Prozent dieser Personen auch nach zehn Jahren noch beim selben Arbeitgeber beschäftigt.
Die Direktorin des Amtes für Arbeitsmarktintegration, Magdalena Oberrauch, betont die Bedeutung maßgeschneiderter Lösungen. Die Vermittlungen seien breit gestreut und fänden in verschiedensten Branchen und Tätigkeitsfeldern statt. Derzeit sind 478 Menschen mit Behinderungen für die gezielte Vermittlung registriert. Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend zur Alterung der Zielgruppe: Viele Betroffene können ihren ursprünglichen Beruf aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr ausüben. Für die Zukunft gilt es daher, Betriebe noch stärker für den Mehrwert von Erfahrung und Lebenskompetenz zu sensibilisieren. Zur zusätzlichen Motivation wurde auch das Prämiensystem „ProAbility“ finanziell aufgestockt.






