Verladebahnhof Bozen zieht positive Bilanz

Herausforderungen für Südtirols Wälder
Die vergangenen Jahre waren für den Wald in Südtirol besonders belastend. 2018 verwüstete Sturmtief Vaia große Waldflächen, 2019 und 2020 folgten massive Schneedruckereignisse, und ab 2021 breitete sich der Borkenkäfer aus. Die Mengen an Schadholz waren enorm, die einheimischen Sägewerke an ihrer Kapazitätsgrenze. Um einen Zusammenbruch des Holzmarkts zu verhindern, musste das Holz in großem Umfang an Abnehmer außerhalb der Region geliefert werden.
Nachhaltige Lösung durch den Verladebahnhof
SVP-Abgeordneter Franz Locher, einer der Initiatoren des Projekts, zieht in einer Presseaussendung eine positive Bilanz: Seit der Inbetriebnahme am 25. Mai 2023 gelangt das in Bozen verladenen Holz direkt zu Betrieben in Tirol und wird dort zügig weiterverarbeitet. Der Verladebahnhof schuf neue Absatzmöglichkeiten, motivierte Waldbesitzer zu Aufräumarbeiten auch in schwer zugänglichem Gelände und trug so zur Bekämpfung des Borkenkäfers bei. Mit 6.200 vermiedenen LKW-Fahrten, 480.000 Euro eingesparten Mautkosten und 750 Tonnen nicht produziertem CO₂ zeigt sich der Bahnhof auch als Vorzeigeprojekt für die Verlagerung von Warenverkehr von der Straße auf die Schiene.






