von ag 01.12.2025 14:16 Uhr

Spurensuche im Schatten des Ersten Weltkriegs

In GRADIVA – Die Voranschreitende rekonstruiert Brigitte M. Holzner die letzten Wege ihres im Ersten Weltkrieg gefallenen Urgroßvaters und verbindet persönliche Spurensuche mit historischer Analyse. Entstanden ist eine eindrucksvolle Erzählung über Verlust, Identität und die Nachwirkungen von Kriegserfahrungen. Das Leitmotiv der Gradiva verleiht dem Werk besondere psychologische Tiefe. Erschienen ist das Buch im Effekt! Verlag.

Foto: Effekt! Verlag

Brigitte M. Holzner verbindet in „GRADIVA – Die Voranschreitende“ persönliche Spurensuche mit historischer Recherche und kulturpsychologischen Einblicken. Ausgehend von den spärlichen Informationen über ihren Urgroßvater, der im Ersten Weltkrieg fiel, begibt sie sich auf eine Reise zu den Schauplätzen seines letzten Lebensabschnittes – von Südtirol über Lavarone bis nach Galizien.

 

Das Buch verknüpft Erinnerungen, archivalische Quellen, Museumsbesuche und Ortsrecherchen zu einer eindrucksvollen Erzählung über Verlust, Identität und die Verarbeitung von Kriegserfahrungen innerhalb einer Familie. Ein zentrales Motiv ist dabei die Figur der Gradiva, die Sigmund Freud als Symbol des „Voranschreitens in die Vergangenheit“ deutete – ein Leitbild, das Holzners Spurensuche begleitet und ihrem Werk eine besondere psychologische Tiefe verleiht.

Mit eindringlichen Beschreibungen, reflektierten Beobachtungen und historischer Genauigkeit gelingt es der Autorin, die Atmosphäre einer vom Krieg geprägten Zeit einzufangen und zugleich zu zeigen, wie Erinnerung und Geschichte bis heute fortwirken.

Etwas für Geschichtsinteressierte

„GRADIVA – Die Voranschreitende“ ist ein Buch für historisch Interessierte, kulturwissenschaftlich Neugierige, Leserinnen und Leser mit biografischem Interesse sowie alle, die verstehen möchten, wie individuelle Schicksale durch Generationen hindurch nachhallen.

Über die Autorin

Brigitte Holzner ist in Wien geboren und Südtiroler Abstammung. Sie ist Psychologin und Entwicklungssoziologin und verfügt über langjährige internationale Berufserfahrung in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Gender und Friedensförderung. Sie war als Universitätsdozentin und Trainerin in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden tätig und befasste sich beruflich eingehend mit Fragen von Krieg und Frieden – sowohl wissenschaftlich als auch praktisch.

Im Auftrag der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit wirkte sie in Programmen zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen und Geschlechtergerechtigkeit mit. Prägende Einblicke in postkonfliktive Gesellschaften erhielt sie während ihres Einsatzes für die Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX im Nachkriegs-Kosovo.

Derzeit betreut sie Masterstudentinnen im Vienna Master’s in Human Rights.

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