von lif 26.11.2025 09:35 Uhr

Wie der Black Friday den Handel verändert

Der Black Friday hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Einkaufstage weltweit entwickelt. Auch in Europa spielt er eine immer größere Rolle.

Symbolbild

Laut aktuellen internationalen Marktanalysen erzielte der globale Onlinehandel am Black Friday 2024 rund 74,4 Milliarden US-Dollar, wie Branchenbeobachter mitteilen. Nach Angaben derselben Berichte entspricht das einem Wachstum von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weltweit erreichte die gesamte Cyber Week, also inklusive Black Friday und Cyber Monday, einen Umsatz von 314,9 Milliarden US-Dollar.

In den USA meldet Salesforce für den Black Friday 2024 einen neuen Spitzenwert von 10,8 Milliarden US-Dollar Onlineumsatz, während 2023 rund 9,8 Milliarden erreicht wurden. Ähnliche Entwicklungen zeigen die europäischen Märkte: Nach Angaben von NielsenIQ stiegen die Online-Umsätze 2023 europaweit im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent.

Wie Marktforscher mitteilen, gehört Deutschland zu den aktivsten Black-Friday-Märkten in Europa. Laut Studien planten 2024 rund 59 Prozent der Konsumenten, bei den Rabattaktionen mitzushoppen. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) belief sich das erwartete Umsatzvolumen der Black-Friday-Woche auf etwa 5,9 Milliarden Euro.

Welche Branchen besonders stark sind

Laut verschiedenen Verbraucherbefragungen liegen Elektronik, Mode und Haushaltsgeräte ganz oben auf der Einkaufsliste. Wie deutsche Studien mitteilen, nannten 52 Prozent der Konsumenten Elektronik als wichtigste Kategorie, gefolgt von Mode und Accessoires. In Italien zeigte sich ein ähnliches Bild: Nach Angaben von E-Commerce-Analysen entfielen dort rund 26 Prozent des Online-Umsatzes auf Computer und Elektronik, gefolgt von Modeartikeln (21 Prozent) und Haushaltselektronik. Viele Händler, sowohl große Plattformen als auch Ketten, bewerten den Black Friday als wichtigen Start ins Weihnachtsgeschäft.

Onlinehandel gegen stationären Handel

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom kauften 2024 rund 43 Prozent der deutschen Black-Friday-Käufer ausschließlich online ein. Weitere zwölf Prozent kombinierten Onlinehandel und Geschäft vor Ort. Nur vier Prozent kauften ausschließlich stationär. Wie Händlerverbände mitteilen, bietet der Black Friday dennoch auch dem lokalen Handel Chancen. Einige Studien zeigen, dass der stationäre Handel vor allem bei Elektronik, Spielwaren und saisonalen Produkten profitieren kann. Laut NielsenIQ verzeichnete der stationäre Elektronikhandel in der Black Week 2024 sogar ein leichtes Umsatzplus.

Geplant statt spontan

Laut Verbraucherumfragen kennen 98 Prozent der Deutschen den Black Friday und viele planen ihre Einkäufe bereits Wochen vorher. Wie Bitkom ermittelt hat, geben die Konsumenten im Schnitt rund 282 Euro aus. Männer planen laut den gleichen Daten im Durchschnitt etwas mehr Budget ein als Frauen. Das Kaufverhalten sei stark preisbewusst: Rund 73 Prozent vergleichen Preise vorab, und 65 Prozent verschieben größere Anschaffungen gezielt auf den Black Friday. Etwa 66 Prozent nutzen die Rabatte laut Bitkom speziell für Weihnachtseinkäufe.

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