von veo 25.11.2025 09:21 Uhr

AHBT bekräftigt Ziel eines geeinten Tirols

Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) setzt zum Jahreswechsel ein sichtbares Zeichen für sein Anliegen der Landes­einheit. Im neuen Jahr sollen die Bemühungen um eine demokratische Neubewertung der historischen Grenzziehung intensiviert werden.

Quelle: AHBT

Ein Zeichen am Brenner

Mit dem Plakat „Wir sind das Volk – Wiedervereinigung“, das auf der österreichischen Seite des Brenners angebracht ist, verabschiedet sich der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) in den Weihnachtsfrieden. Ab dem neuen Jahr möchte die Organisation ihre Aktivitäten in allen Teilen Gesamttirols – von Kufstein bis Borghetto – deutlich verstärken.

Obmann Alois Wechselberger verweist auf die historische Bedeutung des Slogans „Wir sind das Volk“, der für die friedliche Revolution in der DDR steht. Dieser Ruf symbolisiere das demokratische Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung gegenüber staatlicher Macht. Der AHBT interpretiere dies als Ausdruck legitimen Drucks „von unten“ und als Recht eines Volkes, frei über seine Zukunft zu entscheiden. Grenzen seien historisch veränderlich und müssten – sofern sie als ungerecht empfunden werden – demokratisch überprüfbar bleiben.

Forderung nach Neubewertung der Grenzziehung

Der AHBT fordert eine politische und völkerrechtliche Neubewertung der Grenzziehung von 1920, durch die Tirol historisch geteilt wurde. Eine Revision geschichtlicher Entscheidungen müsse möglich sein, wenn diese aus heutiger Sicht als Unrecht empfunden werden. Die Organisation betont, dass ihr Ziel ausschließlich mit friedlichen und partnerschaftlichen Mitteln verfolgt werden soll – ohne Revanchismus und unter Berücksichtigung des demokratischen Willens aller drei Sprachgruppen in Tirol.

Wechselberger unterstreicht in einer Pressemitteilung zudem, dass ein geeintes Tirol keinesfalls gegen Italien gerichtet sei. Vielmehr solle ein demokratisches, wiedervereintes Tirol ein konstruktiver Partner Italiens bleiben. Der AHBT sieht seine Vision in einem Europa, in dem historische Regionen ihre Identität selbstbestimmt leben und zugleich in guter Nachbarschaft miteinander verbunden bleiben. Voraussetzung für jede zukünftige Entwicklung sei ein rechtsstaatlicher, friedlicher Prozess, der auf Konsens sowie auf der gleichberechtigten Zusammenarbeit deutsch-, italienisch- und ladinischsprachiger Bevölkerungsgruppen beruht.

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