Alfreider bei EU-Kommissar: Brennertransit erneut Thema in Brüssel

Ein Schwerpunkt war das laufende Vertragsverletzungsverfahren zum Brennertransit. Diskutiert wurden ein mögliches Slot-System sowie eine variable Maut, um die Belastung für die Bevölkerung entlang der Brennerachse zu reduzieren und gleichzeitig den europäischen Binnenmarkt funktionsfähig zu halten. Alfreider machte klar: „Solange es kein europäisches Urteil zum Nachtfahrverbot gibt, bewegt sich nichts. Alle Seiten bleiben auf ihren Positionen. Wir in Südtirol setzen weiterhin auf Dialog – wir brauchen endlich Ergebnisse, um wieder zu einer echten Korridorpolitik zu kommen.“
Intensiv besprochen wurde auch der Schienenverkehr. Auf dem Tisch lagen Fragen der Finanzierung künftiger internationaler Bahnverbindungen sowie die Genehmigung der Frecciarossa-Strecken München–Rom und München–Mailand. Ebenso ging es um technische Weiterentwicklungen wie die digitale automatische Kupplung und den Ausbau des europäischen Zugsicherungssystems ETCS. Ein gemeinsamer Nenner: Nur attraktive und gut verknüpfte Bahnangebote können eine tatsächliche Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene ermöglichen.
Weitere Themen waren die transeuropäischen Verkehrsnetze, die Überarbeitung der Richtlinie zum kombinierten Verkehr sowie aktuelle Dossiers im Straßenverkehr – darunter die Verordnung zu Altfahrzeugen, technische Überwachung, Flottengrenzwerte und der geplante Verbrennerausstieg.
Südtirol und Bayern betonten gegenüber der EU-Kommission, dass der Alpenraum eine sensible, aber zentrale Transitregion sei. Beide Seiten sicherten zu, weiterhin konstruktiv an europäischen Lösungen für eine nachhaltige Mobilität mitzuarbeiten.






