von mmh 19.11.2025 16:14 Uhr

Tirol verschärft Maßnahmen gegen Vogelgrippe – 57 Gemeinden betroffen

Ab Donnerstag müssen Geflügelhalter in der Inntalfurche von Kufstein bis Telfs sowie in der Achenseeregion ihre Tiere in den Stall bringen. Die Behörden haben 57 Gemeinden in Tirol als Gebiete mit stark erhöhtem Geflügelpestrisiko ausgewiesen. Betroffen sind vor allem Betriebe mit mehr als 50 Tieren; kleinere Haltungen können unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen weiterhin teilweise im Freien gehalten werden. Die betroffenen Tierhalter werden direkt informiert.

APA/HELMUT FOHRINGER

Vorsichtsmaßnahmen und Risiko für Menschen

Die Vogelgrippe (H5N1) wurde bisher in Tirol noch nicht nachgewiesen, in Oberösterreich und dem Burgenland allerdings schon. Laut Landesveterinärdirektor Matthias Vill ist das Virus für Menschen kaum gefährlich, nur bei sehr engem Kontakt zu infiziertem Geflügel kann es grippeähnliche Symptome auslösen. Eine Übertragung über Lebensmittel ist ausgeschlossen. Neben der Stallpflicht gelten weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen in ganz Tirol, etwa getrennte Haltung von Enten und Gänsen, Schutz vor Wildvögeln sowie sorgfältige Reinigung von Geräten und Tränken. Auffälligkeiten bei Hausgeflügel müssen umgehend gemeldet werden.

Geflügelhalter aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen

Die Stallpflicht soll die Übertragung des Virus durch Wildvögel verhindern. Besonders in der Nähe von Gewässern ist die Ansteckungsgefahr hoch. Auch kleinere Betriebe wird empfohlen, ihre Tiere nach Möglichkeit in geschlossenen Haltungsvorrichtungen unterzubringen. Die Behörden betonen, dass die Vorsichtsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tiere und zur Verhinderung einer Ausbreitung leisten.

Betroffene Gemeinden auf einen Blick

Von der Maßnahme betroffen sind unter anderem Gemeinden in den Bezirken Innsbruck-Land, Innsbruck-Stadt, Kufstein und Schwaz – darunter Absam, Hall, Telfs, Kufstein, Schwaz, Jenbach, Pill und viele weitere.

  • Nach zwei Ausbrüchen der hochpathogenen Aviären Influenza H5N1 (Vogelgrippe / Geflügelpest) in großen Geflügelhaltungen im Burgenland und in Oberösterreich werden Teile Tirols ab morgen, Donnerstag, zu „Gebieten mit stark erhöhtem Geflügelpestrisiko“ erklärt. © AGES
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