Sesvennahütte nach Sanierung bereit für Wintersaison

Die dringend notwendigen Arbeiten an der Sesvennahütte im Schliniger Tal wurden planmäßig über den Sommer durchgeführt. Wanderer mussten somit nur auf eine Sommersaison verzichten. Die Sanierung umfasste behutsame Eingriffe mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Brandschutz, Hygiene und Wärmedämmung. Modernisierung im Luxus-Sinn war nicht das Ziel: Künftig bietet die Hütte rund 70 Gästen Platz in 3- bis 5-Bettzimmern oder im Matratzenlager, mit Waschräumen auf der Etage. Pächter und Mitarbeitende erhalten eigene Unterkünfte, um den saisonalen Anforderungen gerecht zu werden.
Indira Habicher und Georg Messner, beide aus dem Vinschgau, haben Ende Oktober den Pachtvertrag unterzeichnet. Ihnen liegt ein bewusstes Miteinander von Mensch und Natur am Herzen. Ziel ist es, die Hütte zu einem Ort der Entschleunigung und Begegnung zu machen.
Foto: zeichenfaktur
Nachhaltigkeit und Handwerkskunst
Die Sanierungsarbeiten dauerten 170 Bautage und konnten trotz schwieriger Witterungsverhältnisse termingerecht abgeschlossen werden. Besucher können sich künftig an sorgfältiger Handwerkskunst erfreuen, bei der viele Ausführungsdetails gemeinschaftlich umgesetzt wurden.
Foto: AVS
Die Sesvennahütte setzt auf Nachhaltigkeit: Strom wird hauptsächlich über ein kleines E-Werk und eine Photovoltaikanlage erzeugt, dabei unterstützt die Stiftung Südtiroler Sparkasse die Energieversorgung. Altholz von der Baustelle wurde zu Brennholz für die Festholzheizung weiterverarbeitet. In Kooperation mit der nahen Pforzheimer Hütte wird der Stromanschluss gemeinsam genutzt. Damit verspricht die Sesvennahütte ein naturnahes Verweilen, sei es im Winter im Schnee oder im Sommer im Einklang mit der alpinen Umgebung, berichtet der AVS in einer Aussendung.






