von ih 17.11.2025 13:15 Uhr

Einbruchswelle: „Wir müssen enger zusammenrücken“

Die Serie von Wohnungseinbrüchen, die in den vergangenen Tagen die Gemeinde Karneid und das Eggental erschüttert hat, sorgt weiterhin für Verunsicherung in der Bevölkerung. Bürgermeister Albin Kofler ruft die Bürger zu erhöhter Vorsicht auf – und fordert gleichzeitig härtere Konsequenzen für überführte Täter.

Bild: APA/THEMENBILD

„Türen abschließen, auch wenn man zuhause ist, Fenster nicht unbeachtet gekippt lassen, Alarmanlagen und Überwachung einschalten und sofort die 112 verständigen, wenn etwas Verdächtiges auffällt“, mahnt Kofler und erinnert an bewährte Sicherheitsmaßnahmen. Die jüngsten Vorfälle hätten gezeigt, wie wichtig Prävention sei.

Trotz der angespannten Lage nimmt der Bürgermeister auch positive Entwicklungen wahr: „Unsere Dorfgemeinschaften rücken enger zusammen“, so Kofler. Viele Bürger würden sich gegenseitig unterstützen, um Hab und Gut zu schützen. Deshalb wurde am Montag offiziell eine Bürgerwehr ins Leben gerufen. Eine eigene WhatsApp-Gruppe soll künftig den schnellen Informationsaustausch zwischen Anwohnern und Ordnungskräften ermöglichen.

Es muss gehandelt werden

Doch für Kofler reicht das nicht aus: Er fordert eine deutliche Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zwar sei man den Behörden für ihren verstärkten Einsatz dankbar, betont der Bürgermeister – doch der Frust sei groß, wenn mutmaßliche Täter nur kurze Zeit nach ihrer Festnahme wieder freikommen. „Es ist kaum zu ertragen, wenn Einbrecher erneut am Tatort auftauchen und Opfer bedrohen“, so Kofler deutlich.

Damit sich die Einbruchsserie nicht wiederholt, müsse der Staat handeln: „Eigenverantwortung und Gesetzgebung müssen Hand in Hand gehen.“ Nur mit strikteren Strafen könne verhindert werden, dass Täter ungestraft weitermachen. Die Gemeinde Karneid will derweil weiter gemeinschaftlich gegen die Einbruchswelle vorgehen – in der Hoffnung, dass sich die Bewohner bald wieder sicher in ihren eigenen vier Wänden fühlen können.

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