„Südtirols Schule braucht Einigung, nicht Eigensinn“

Die Probleme in Südtirols Schulen seien seit Jahren bekannt, doch bislang ungelöst geblieben. Fehlende Sprachförderung, geringe gesellschaftliche Wertschätzung und eine unzureichende Bezahlung verschärften die Situation zusätzlich. Besonders die deutschsprachigen Schulen stünden dabei in einer besonderen Verantwortung, so Stauder: „Sie tragen wesentlich zur Bewahrung unserer Sprache, Kultur und Identität bei – und damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Südtirol.“
Mit Blick auf die aktuellen Verhandlungen im Bildungsbereich mahnt Stauder daher entschlossenes gemeinsames Vorgehen an. Politik, Schulverwaltung, Gewerkschaften, Bildungsinitiativen, Lehrpersonen, Schülervertretungen und Eltern müssten sich an einen Tisch setzen, um tragfähige Lösungen zu finden – insbesondere im Hinblick auf Löhne und notwendige Reformen.
„Jetzt ist Größe gefragt – nicht Stillstand“, betont Stauder. Ultimaten und gegenseitige Blockaden seien fehl am Platz. Vielmehr brauche es Kompromissbereitschaft, Respekt und eine konsequent lösungsorientierte Haltung.
„Wir können es uns als Gesellschaft – und insbesondere als deutsche Volksgruppe – nicht leisten, dass unsere Schulen weiter an Qualität, Attraktivität und Zukunftsperspektive verlieren“, so Stauder weiter. Bildung dürfe nicht als Kostenfaktor gesehen werden, sondern als „wichtigste Investition in die Zukunft unseres Landes“.






