Schock auf Kinderspielplatz: 12-Jähriger schoss mit Glock in die Luft

Kind drohte Spielkameraden – dann fielen Schüsse
Am Montag gegen 16.30 Uhr hielten sich sechs gleichaltrige Buben auf dem Spielplatz auf. Plötzlich zwang der 12-Jährige einen anderen Jungen, sich niederzuknien und zu entschuldigen – aus bislang unbekanntem Grund. Dabei zeigte er dem eingeschüchterten Opfer die Pistole, die er im Hosenbund trug.
Nachdem sich der Bub entschuldigt hatte, zog der 12-Jährige die Waffe und feuerte mehrmals in die Luft, wie Polizeisprecher Johann Baumschlager gegenüber Oe24 bestätigte.
Waffenarsenal beim Vater entdeckt
Die Kinder alarmierten wenig später die Polizei. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten die Glock 19 – sie gehörte dem Vater des Schützen, der illegal mehrere Waffen besaß. Neben der Pistole wurden auch eine weitere Faustfeuerwaffe und zwei Langwaffen entdeckt.
Wie der Mann später einräumte, hatte er die Langwaffen nach dem ersten Polizeieinsatz im Marchfeldkanal versenkt. Taucher des Einsatzkommandos Cobra konnten sie schließlich bergen.
„Zur Herkunft der Waffen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren“, erklärte Polizeisprecher Baumschlager weiter. Die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn wurde eingeschaltet und veranlasste eine Betreuung durch die Kinder- und Jugendhilfe.
Ermittlungen gegen Vater und Sohn
Gegen den Vater wird nun nach dem Waffengesetz und wegen Diebstahls ermittelt. Auch gegen den Zwölfjährigen laufen Ermittlungen – ebenfalls nach dem Waffengesetz.
Im Zuge der Befragungen stellte sich heraus, dass der Bub die Waffe bereits mehrmals in der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, es wird wegen gefährlicher Drohung und Nötigung ermittelt.
Nach Informationen von Oe24 soll der Vater seine zwei Söhne allein erziehen, nachdem die Mutter die Familie vor Jahren verlassen hatte. Er arbeitet viel – und steht nun vor ernsten Konsequenzen. Mit einem Waffenverbot ist zu rechnen.






