Dreiste Betrugsmasche in Brixen: 86- jähriger um Zehntausende Euro gebracht

Vertrauen erschlichen und Vermögen ausgenutzt
Die Ermittlungen begannen im September 2024, nachdem Bekannte eines 86-jährigen Mannes die Behörden alarmiert hatten. Laut den Ergebnissen der Untersuchung sollen die drei Beschuldigten gemeinsam ein komplexes Vorgehen entwickelt haben, um das Vertrauen des alleinlebenden Seniors zu gewinnen und sich Zugang zu seinem Vermögen zu verschaffen.
Durch scheinbar liebevolle Zuwendung und Fürsorge hätten sie sich in das Leben des Mannes eingeschlichen, ihn zunehmend von seinem Umfeld isoliert und dazu gebracht, zahlreiche finanzielle Transaktionen zu seinem Nachteil vorzunehmen – darunter Überweisungen, Abhebungen, Vollmachten und Testamente – im Gesamtwert von rund 71.000 Euro.
Die Frau der Familie habe dabei als nicht gemeldete Pflegekraft gearbeitet und den Mann schließlich überzeugt, zu ihnen zu ziehen, um ihn so noch stärker unter Kontrolle zu halten.
Darüber hinaus sei der 86-Jährige dazu gebracht worden, ein Auto und Luxusuhren (darunter Rolex) zu kaufen, die auf den Sohn überschrieben wurden. Damit sollte die Herkunft des Geldes verschleiert und sichergestellt werden, dass die Vermögenswerte im Todesfall unauffällig in die Hände der Täter übergehen könnten.
Anwalt soll Beihilfe geleistet haben
Im Zuge der Ermittlungen rückte auch ein Familienanwalt in den Fokus. Er soll eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung rechtlicher Dokumente gespielt haben, die den Zugriff auf das Vermögen des Opfers ermöglichten. Der Jurist wurde ebenfalls der Staatsanwaltschaft Bozen gemeldet, die nun weitere Schritte prüft.
Dank des Eingreifens derBeamten– unter der Leitung des Staatsanwalts Dr. Igor Secco – konnten die Taten gestoppt und die mutmaßlich erlangten Vermögenswerte beschlagnahmt werden. Diese wurden einem gerichtlich bestellten rechtlichen Betreuer übergeben, um das Eigentum des Seniors zu sichern.
Abschließend betonen die Ermittler, dass für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung gilt. Das Verfahren befindet sich noch in der Phase der Voruntersuchungen.






