100 Jahre verschollen: Habsburger-Diamant in Kanada entdeckt

Vizekanzler will rechtlichen Besitz prüfen
Laut Kaiser-Enkel Karl Habsburg soll der Diamant Teil eines Familienschatzes sein, den seine Großmutter Kaiserin Zita nach der Flucht aus Europa im Exil aufbewahrte. Erst jetzt, hundert Jahre nach dem Tod ihres Mannes, durfte über den Verbleib gesprochen werden.
Die österreichische Bundesregierung reagierte prompt: Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) kündigte an, prüfen zu lassen, wem der Diamant rechtlich zusteht. „Falls sich herausstellt, dass der Florentiner Eigentum der Republik Österreich ist, werde ich den Prozess zur Rückholung einleiten“, so Babler. Sein Büro steht bereits mit der österreichischen Botschaft in Kanada in Kontakt.
Unklar, ob Schatz zurück nach Österreich kommt
Karl Habsburg hält dagegen: Die sogenannten Habsburger-Gesetze von 1919, die das Familienvermögen an die Republik übertrugen, hätten hier keine Gültigkeit.
Er will die wiederentdeckten Juwelen in einer Stiftung verwahren und zunächst in Kanada ausstellen – als „Geste der Dankbarkeit“ gegenüber dem Land, das seiner Familie einst Exil gewährte.
Ob der legendäre Schatz nun Österreich oder den Habsburgern gehört, soll eine juristische Prüfung klären – ein Streit um Geschichte, Erbe und ein Juwel von unschätzbarem Wert.






