von mmh 06.11.2025 11:40 Uhr

Kein Denkmal für Faschismus“: Stadttheater-Name sorgt für Wirbel

In Meran flammt eine alte Debatte neu auf: Soll der Namenszusatz „Puccini“ beim Stadttheater gestrichen werden? Gemeinderat Hannes Widmann von der Süd-Tiroler Freiheit fordert die Stadtregierung auf, den Zusatz in allen amtlichen Texten zu entfernen – er sieht darin ein Überbleibsel der faschistischen Italianisierungspolitik.

Hannes-Widmann (Bild: STF)

„Kein Denkmal für den Faschismus“

Widmann argumentiert, der Zusatz sei kein harmloser Hinweis auf den berühmten Komponisten Giacomo Puccini, sondern ein Symbol für die Unterdrückung der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol.

„Das Meraner Stadttheater ist ein Haus der Kultur – kein Denkmal für faschistische Italianisierungspolitik! Der Namenszusatz ‚Puccini‘ ist ein Relikt der Unterdrückung und hat an einem öffentlichen Gebäude nichts verloren“, so Widmann.

Laut dem Gemeinderat wurde der Zusatz „Puccini“ in der Zeit des italienischen Faschismus eingeführt – zu jener Zeit, als Ortsnamen, Straßenschilder und öffentliche Gebäude gezielt italianisiert wurden.

„Mut zur Klarheit“ gefordert

Widmann verlangt nun von Stadtregierung und Bürgermeisterin Katharina Zeller, den Namen offiziell zu bereinigen:

„Die Stadt Meran muss den Mut haben, diesen Namenszusatz konsequent zu streichen. Kunst kann man ehren, ohne die Geschichte zu vernebeln.“

Er kündigt an, das Thema im Gemeinderat mit Nachdruck zu verfolgen. Für ihn steht fest: „Geschichte kann man nicht ändern, aber man kann aufhören, faschistische Relikte weiterzuführen – und in Meran gibt es davon noch viel zu tun.“

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