Nächtliche Luftangriffe Russlands und der Ukraine

Im südrussischen Schwarzmeerhafen Tuapse wurden ein Öltanker und die Infrastruktur eines wichtigen Ölterminals durch einen ukrainischen Drohnenangriff beschädigt, wie die Behörden in der Region Krasnodar mitteilten.
Trümmerteile abgeschossener Drohnen seien auf einen Öltanker gestürzt. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung sei evakuiert worden. Der Hafen ist ein Umschlagplatz für russisches Rohöl und Raffinerieprodukte. Die Ukraine hat ihn bereits mehrfach mit Drohnen angegriffen.
Stromversorgung unterbrochen
In Saporischschja sollten die Reparaturteams die beschädigte Stromversorgung wiederherstellen, sobald es die Sicherheitslage zulasse, erklärte der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow. Russland hat mit Beginn der Heizperiode seine Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Energieanlagen nochmals verstärkt. Die Oblast Saporischschja ist fast täglich Artillerie-, Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt. Laut Fedorow wurden dort allein in den 24 Stunden bis Sonntag früh bei rund 800 russischen Angriffen auf 18 Ortschaften ein Mensch getötet und drei weitere Menschen verletzt.
In der Region Dnipropetrowsk stieg die Zahl der Todesopfer eines russischen Luftangriffs, bei dem am Samstag ein Geschäft in Brand geriet, auf vier. Unter den Todesopfern seien zwei Buben im Alter von elf und 14 Jahren, teilten die örtlichen Behörden mit.
Mehrere russische Flughäfen zeitweise geschlossen
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe 32 ukrainische Drohnen über der Region Krasnodar zerstört, in der der getroffene Schwarzmeerhafen Tuapse liegt.
Insgesamt seien 164 Drohnen über russischem Territorium, der annektierten Krim-Halbinsel sowie dem Schwarzen und Asowschen Meer abgeschossen worden. Das Ministerium berichtet nur über zerstörte Drohnen, nicht über die Gesamtzahl eines Angriffs. Aus Sicherheitsgründen wurden wegen des ukrainischen Drohnenangriffs zeitweise mehrere russische Flughäfen geschlossen, vor allem im Süden und Westen des Landes, wie die Luftfahrtbehörde Rossawiazija mitteilte.
Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Angriff. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Luftangriffe auf russische Raffinerien, Öldepots und Pipelines verstärkt, um die Treibstoffversorgung und andere militärische Logistik zu stören und die Kriegskosten für die Führung in Moskau in die Höhe zu treiben. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen eine russische Invasion.
apa






