von lif 30.10.2025 13:57 Uhr

Kein Personal, keine Betreuung: Eltern müssen Kinder mitten am Tag abholen

Immer mehr Eltern in Innsbruck stehen plötzlich ohne Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder da. Weil Dutzende Stellen in der Freizeitpädagogik unbesetzt bleiben, müssen Familien mitten am Tag einspringen. Ein Zustand, der für die FPÖ ein bildungspolitischer Skandal ist.

Bild: APA

An mehreren Ganztagsschulen in Innsbruck herrscht derzeit Personalmangel. Laut FPÖ sind in ganz Tirol 58 Stellen in der Freizeitpädagogik unbesetzt, viele davon in der Landeshauptstadt. Das führe dazu, dass Eltern kurzfristig angerufen werden, um ihre Kinder noch vor Unterrichtsende abzuholen. FPÖ-Familiensprecherin Gudrun Kofler spricht von einem „bildungspolitischen Skandal“ und wirft der schwarz-roten Landesregierung Versagen vor: „Seit Monaten ist bekannt, dass die Landestochter KIB zu wenig Personal findet. Trotzdem passiert nichts. Eltern und Kinder werden im Stich gelassen. Wer Ganztagsschulen propagiert, muss auch die Betreuung sichern. Alles andere ist ein politisches Armutszeugnis.“

Die FPÖ fordert daher eine sofortige Personaloffensive, bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung für Freizeitpädagogen. 

Auch der Innsbrucker FPÖ-Gemeinderat Fabian Walch kritisiert die Stadtregierung scharf: „Wenn Eltern am Vormittag angerufen werden, dass sie ihre Kinder mittags abholen müssen, ist das eine Zumutung. Innsbruck braucht eine verlässliche Betreuung aus einer Hand. Kein Zuständigkeitschaos, das auf dem Rücken der Familien ausgetragen wird.“

Walch fordert ein klares Handeln statt weiterer Prüfungen und Ankündigungen. Die Bildungsstadträtin müsse endlich Verantwortung übernehmen. Außerdem plädiert die FPÖ für eine bessere Förderung jener Familien, die ihre Kinder selbst betreuen, anstatt auf Auslagerungen zu setzen.

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