von ih 29.10.2025 19:05 Uhr

Harald Stauder reagiert auf Nennung durch AfD-Abgeordnete

Eine Südtiroler Tageszeitung zeigt sich empört, weil bei einem Besuch einer Delegation des Hessischen Landtages auch Vertreter der oppositionellen AfD dabei waren und sich mit den Freiheitlichen trafen. Die hessische AfD-Landtagsabgeordnete Anna Nguyen reagierte darauf mit einem Social-Media-Post, in dem sie erklärte, die Aufregung nicht nachvollziehen zu können – schließlich habe es während des Aufenthalts sogar „freundschaftliche Gespräche“ mit Harald Stauder (SVP) gegeben. UT24 hat beim SVP-Fraktionsvorsitzenden nachgefragt, wie er das Ganze miterlebt hat.

Anna Nguyen von der AfD erwähnte Harald Stauder freundlich in einem Facebook-Posting. Dies sorgte für Verwirrung.

AfD-Posting erwähnt Harald Stauder

In einem Facebook-Posting schreibt die hessische AfD-Landtagsabgeordnete Anna Nguyen nach der polarisierenden Berichterstattung der Tageszeitung:

Die Südtiroler haben das Glück, weder einen politisch motivierten Verfassungsschutz noch eine Brandmauer zu kennen. In der dortigen Mitte-rechts-Koalition sitzen u.a. die Freiheitlichen und die Fratelli. Umso interessanter, wie ein Treffen von #AfD-Vertretern mit den Freiheitlichen durch einen Vertreter der SVP, Schwesterpartei der CDU, skandalisiert wird. Dabei hatten wir total freundschaftliche Gespräche mit Harald Stauder und anderen.“

Anna Ngyuen, AfD-Landtagsabgeordnete aus Hessen

„Habe nicht gewusst, woher Leute politisch kamen“

UT24 hat den angesprochenen Harald Stauder persönlich kontaktiert, um eine Stellungnahme zu seiner Erwähnung einzuholen. Auf Nachfrage zeigt sich der SVP-Fraktionschef überrascht über die öffentliche Darstellung.

Stauder erklärt auf Nachfrage, dass er beim offiziellen Besuch lediglich im Rahmen gemeinsamer Mahlzeiten mit verschiedenen Mitgliedern der hessischen Delegation gesprochen habe – ohne zu wissen, welcher Partei diese angehörten.

„Ich bin da neben jemandem von der AfD und auf der anderen Seite jemandem von den Grünen gesessen – aber ich habe gar nicht gewusst, woher die zwei Leute politisch kamen“, so Stauder zu UT24. „Wir haben bewusst eine gemischte Sitzordnung gemacht. Wenn man dann in den Social Media erwähnt wird, empfinde ich das ein bisschen problematisch. Daraus irgendeine Nähe zu konstruieren, geht etwas zu weit.“

Harald Stauder: „Intensiver Austausch nur mit CDU“

Zudem betont Harald Stauder gegenüber UT24, dass es sich um rein informelle Gespräche gehandelt habe, bei denen er Fragen rund um Südtirol beantwortet habe.

Einen intensiveren fachlichen Austausch habe es lediglich mit Vertretern der CDU gegeben – unter anderem zum Thema „Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache und ihre Integration“, so der SVP-Fraktionsvorsitzende.

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