von veo 28.10.2025 06:20 Uhr

Steirischer Landeshauptmann Kunasek zu Besuch in Bozen

Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek hat am gestrigen Montag seinen Südtiroler Amtskollegen Arno Kompatscher in Bozen getroffen. Themen des Treffens waren die wirtschaftliche Entwicklung, Energiepolitik, Mobilität sowie die laufende Autonomiereform Südtirols.

Foto:LPA/Fabio Brucculeri

Austausch zu Wirtschaft, Energie und Mobilität

Im Palais Widmann wurden sowohl gemeinsame als auch unterschiedliche Herausforderungen der beiden Länder erörtert. Ein Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Entwicklung und der Energiepolitik. Kompatscher betonte, dass Südtirol weiterhin stark in erneuerbare Energien investiere, um die Energiewende voranzutreiben.

Auch die Mobilität stand auf der Tagesordnung – insbesondere die aktuelle Situation entlang des Brennerkorridors, der für beide Regionen eine zentrale Verkehrsachse darstellt.

Autonomiereform und Besuch im Talentcenter

Laut LPA zeigte die steirische Delegation großes Interesse an der politischen Lage und den geplanten Reformen in Südtirol. Kompatscher erklärte, die Autonomiereform verfolge drei Hauptziele: die Wiederherstellung ausgehöhlter Kompetenzen, den Ausbau bestehender Zuständigkeiten sowie zusätzliche Garantien zum Schutz der Autonomie. Eine wichtige Neuerung sei die Schutzklausel, wonach das Parlament künftig das Einvernehmen des Südtiroler Landtages einholen müsse, wenn Änderungen an der Autonomie vorgesehen sind.

Die erste Lesung der Reform sei bereits abgeschlossen, so Kompatscher. Er rechne mit einer Genehmigung in der ersten Jahreshälfte 2026. Zudem dankte er Österreich für die fortwährende Unterstützung Südtirols.

Im Anschluss an das Treffen besuchte Kunasek das Talentcenter der Handelskammer Bozen, das in enger Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol entstanden ist. Der ehemalige österreichische Verteidigungsminister ist seit 2024 Landeshauptmann der Steiermark und unter anderem für Katastrophenschutz, Landesverteidigung, Tourismus und Volkskultur zuständig.

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