Neue Wohngemeinschaft für junge Menschen mit Essstörungen eröffnet

Ziel ist es, Betroffene nach einem Klinikaufenthalt wohnortnah zu begleiten und ihnen den Weg zurück in den Alltag zu erleichtern. Bisher mussten viele Jugendliche dafür nach Oberösterreich oder ins Ausland ausweichen, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung. „Essstörungen sind schwere psychische Erkrankungen, die das Leben junger Menschen und ihrer Familien belasten“, betonte Landesrätin Eva Pawlata. Mit der neuen Einrichtung werde eine wichtige Lücke in der Versorgung geschlossen. Auch Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele sieht das Projekt als wichtigen Schritt: „Die Wohngruppe bietet professionelle Begleitung und entlastet die Familien.“
Das 14-köpfige Team besteht aus Psychologen, Pädagogen, Diätologen und Pflegekräften. Neben therapeutischer Betreuung können die Jugendlichen auch weiterhin Schule oder Ausbildung besuchen.
Die Nachfrage sei groß: Laut der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hall hat sich die Warteliste für Behandlungen seit 2020 deutlich verlängert. Die neue WG soll nun helfen, Betroffenen langfristig Stabilität zu geben.
Die Einrichtung befindet sich im Haus der Freundschaft und verfügt über einen umgebauten Wohnbereich sowie einen Garten. Finanziert wird das Angebot vom Land Tirol, je nach Einkommen leisten Familien einen Kostenbeitrag.






