Wo ist die Nacht geblieben?

Im Westen Südtirols herrscht in Sachen Nachtleben nämlich gähnende Leere. Es fehlt an Bars, Clubs und Treffpunkten, wo man den Tag ausklingen gemütlich oder auch etwas wilder lassen könnte. Während in Bozen oder Brixen wenigstens hier und da ein neues Konzept ausprobiert wird, scheint zwischen Meran und Mals nach Einbruch der Dunkelheit oft Stillstand zu herrschen.
Was auffällt: Es betrifft mehrere Generationen gleichzeitig. Für die Jüngeren, also 16- bis 20-Jährige, gibt es kaum Alternativen zu Dorffesten oder privaten Feiern. Diskotheken? Fehlanzeige. Und für die Erwachsenen ab 23 sieht es auch nicht viel besser aus: nette Lokale, in denen man gemütlich zusammensitzen, vielleicht tanzen oder einfach Musik hören kann, sind rar.
Wer samstags durch Meran spaziert, merkt es deutlich. Sobald die Restaurants schließen, wird es ruhig. Hier und da sitzen noch ein paar Menschen in einer Bar, aber ein echtes Abendleben? Fehlanzeige.
Das Fehlen solcher Orte ist mehr als nur ein kleines Freizeitproblem. Es geht um soziale Begegnung. Um Räume, in denen Menschen sich treffen, austauschen und einfach Spaß haben können, unabhängig vom Alter. Gerade junge Leute zieht es am Wochenende dann oft in andere Landesteile oder gleich über den Brenner.
Zeit für neue Ideen
Vielleicht braucht es nicht immer Großraumdiscos, aber mutige Betreiber, die Neues wagen. Bars mit Konzept, Pop-Up-Events, kleine Konzerte, After-Dinner-Treffs. Dinge, die das gesellschaftliche Leben nach 22 Uhr wiederbeleben.






