von veo 21.10.2025 11:50 Uhr

Skandal um Olympia-Werbung: Südtirol nur als „Alto Adige“ bezeichnet

Der Südtiroler Schützenbund kritisiert scharf die Werbemaßnahmen rund um die Olympischen Winterspiele 2026. In sämtlichen offiziellen Darstellungen wird ausschließlich die faschistische Bezeichnung „Alto Adige“ verwendet – für den Schützenbund ein Affront gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung.

Werbetafel bei der Autobahnausfahrt Bozen Nord. Foto: © SSB/Richard Andergassen

Schützenbund spricht von „Affront gegen die Bevölkerung“

In den offiziellen Auftritten und Sponsorenmaterialien wird das Land ausschließlich mit der Bezeichnung „Alto Adige“ dargestellt – der historische Name „Südtirol“ fehlt gänzlich. Diese einseitige Darstellung, so der Schützenbund, ignoriere die sprachliche, kulturelle und historische Realität des Landes und sei ein klarer Affront gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung.

Landeskommandant Christoph Schmid bezeichnete die Vorgangsweise als „Trauerspiel“: „Wenn in offiziellen Auftritten jeder Bezug zu Südtirol ausgelassen wird, entsteht der Eindruck, als solle die Italianità über unser Land gezogen werden – eine Entwicklung, die wir nicht hinnehmen können.“

Forderung nach sofortiger Korrektur der Werbematerialien

Der Schützenbund fordert nun klare Schritte von der Landesregierung. Alle offiziellen Darstellungen und Werbematerialien müssten umgehend korrigiert werden, sodass die sprachliche und kulturelle Vielfalt Südtirols respektiert werde.

„Wir verlangen die Offenlegung, wer die Entscheidung zur ausschließlichen Verwendung von ‚Alto Adige‘ getroffen hat“, so Schmid weiter. Man sei nicht gegen internationale Partnerschaften oder Werbung im Rahmen der Olympischen Spiele – im Gegenteil. Diese müssten jedoch die Realität vor Ort widerspiegeln. „Wer in Südtirol wirbt, muss Südtirol in seiner gesamten sprachlichen und kulturellen Vielfalt abbilden“, betonte der Landeskommandant.

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