X-Post zu Charlie Kirk kostet Deutschen Visum

Das US-Außenministerium zitierte den Post des Deutschen, in dem er schrieb: „Wenn Faschisten sterben, jammern Demokraten nicht.“ Unter dem Zitat stand schlicht: „Visa revoked“ – Visum widerrufen. Neben dem Deutschen betraf die Maßnahme offenbar auch Personen aus Mexiko, Argentinien, Südafrika, Brasilien und Paraguay, die ebenfalls Beiträge zu Kirks Tod gepostet hatten.
Strenge Überprüfung von Social-Media-Accounts
Seit 2019 müssen Antragsteller für US-Visa ihre Social-Media-Konten angeben, und seit dem Sommer werden insbesondere Studenten stärker überprüft. Konsularbeamte suchen gezielt nach Postings, die als „feindselig“ gegenüber den USA, der Regierung oder amerikanischen Institutionen gewertet werden könnten. Das Ministerium erklärte: „Ausländer, die die Gastfreundschaft Amerikas ausnutzen und gleichzeitig die Ermordung unserer Bürger feiern, werden ausgewiesen.“
Kirks Tod hatte in den USA deutliche politische Folgen. Trump machte die „radikale Linke“ für die Tat verantwortlich. Medienberichten zufolge wurden etwa 150 Personen nach der Tat aufgrund ihrer Äußerungen zu Kirks Tod entlassen. Das US-Außenministerium drohte zudem mit Visa-Entzug für Ausländer, die die Tat im Internet rechtfertigen.
Spekulationen um Identität des Deutschen
Kommentatoren unter dem X-Post des Außenministeriums spekulierten, dass es sich um den ZDF-Drehbuchautor und Publizisten Mario Sixtus handeln könnte. Bild berichtete, dass Sixtus kurz nach dem Attentat einen ähnlichen Post auf Bluesky veröffentlicht habe. Die Frankfurter Rundschau konnte diese Angaben jedoch nicht unabhängig überprüfen.






