Südtirol würdigt immaterielles Kulturerbe

„Der lange Marsch der Schafe und Hirten vom Schnalstal ins Ötztal und wieder zurück ist eine jahrhundertealte Praxis – ebenso wie die Bewässerungskultur der Waale im Vinschgau“, betont Landesrat Peter Brunner. Beide Traditionen sind Teil des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. „Es ist wichtig, auf den kulturellen Wert dieser Bräuche aufmerksam zu machen, die unser Land über Generationen geprägt haben.“
Tradition erleben und begreifen
Im Vintschger Museum wird am Nachmittag der Workshop „Mein WasserWosser“ angeboten. Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren können dort entdecken, wie die alten Waale – das historische Bewässerungssystem des Vinschgaus – funktionierten und warum sie bis heute faszinieren.
Parallel dazu findet im campus transhumanza in Unser Frau im Schnalstal der Workshop „Meine Sitzunterlage aus Filz“ statt. Kinder unter zehn Jahren können dort gemeinsam mit Begleitpersonen kreativ werden. Bereits am Vormittag führt Johanna Niederkofler, Leiterin des archeoParc-Museums, durch die Ausstellung „Das Tal, in dem man Ötzi fand“. Der Tag der offenen Tür lädt dazu ein, Geschichte, Handwerk und Natur in einem besonderen Ambiente zu erleben.
Ein Tag für das gelebte Erbe
Die Transhumanz, also der traditionelle Almauf- und -abtrieb über die Alpen, wurde 2019 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Ebenso zählen die historischen Waale, die einst das trockene Klima des Vinschgaus überlebensfähig machten, zu den geschützten Kulturformen.
Mit den Aktionen am 17. Oktober möchte das Land Südtirol zeigen, dass Kulturerbe nicht nur in Museen bewahrt, sondern im Alltag weitergetragen wird – von Familien, Vereinen und jungen Menschen, die alte Techniken neu entdecken.






