Friedensnobelpreis geht nach Venezuela

Machado sei, so das Komitee, eine „wichtige, einende Persönlichkeit in einer einst tief gespaltenen Opposition“. Mit ihrem Mut, trotz Drohungen und Gewalt im Land zu bleiben, habe sie Millionen Venezolaner inspiriert.
Mut gegen Diktatur
Seit Jahren trotzt Machado dem autoritären Regime von Nicolás Maduro, der Venezuela seit 2013 mit harter Hand regiert. Schon unter Hugo Chávez geriet sie ins Visier des sozialistischen Machtapparats: Ihre NGO Súmate („Mach mit“) setzte sich ab 2002 für freie und faire Wahlen ein – und wurde bald darauf von der Regierung kriminalisiert.
Anschläge, Verleumdungskampagnen und ein erzwungener Ausschluss aus dem Parlament folgten. Trotzdem gab Machado nicht auf: Sie blieb die lauteste Stimme einer Opposition, die für Demokratie und Rechtsstaat kämpft.
Ausgeschlossen – aber nicht besiegt
2024 wurde Machado zur Präsidentschaftskandidatin der oppositionellen Mesa de la Unidad Democrática gewählt. Der regierungstreue Wahlrat schloss sie jedoch unter fadenscheinigen Gründen vom Rennen aus. Ihr Ersatzkandidat Edmundo González Urrutia gewann laut internationalen Beobachtern die Wahl – doch Maduro klammerte sich weiter an die Macht.
Nach der Wahl tauchte Machado zeitweise unter, blieb aber in Venezuela – trotz Morddrohungen und Überwachung durch Drohnen. Im Frühjahr 2025 wurde sie kurzzeitig festgenommen.
Internationale Anerkennung
Mit dem Friedensnobelpreis erhält Machado nun die höchste Auszeichnung, die ihr Engagement auf globaler Bühne sichtbar macht. Bereits 2024 war sie mit dem Sacharow-Menschenrechtspreis des EU-Parlaments und dem Václav-Havel-Preis geehrt worden. Das Nobelkomitee betont, Machado stehe „für den Mut, Freiheit über Angst zu stellen“.






