Nordtirol engagiert sich aktiv gegen Menschenhandel

Die beiden Landesrätinnen dankten der Tiroler Polizei, deren Arbeit entscheidend für den Erfolg war. Sie hoben die Bedeutung der engen Kooperation von Landes-, Bundes- und internationalen Behörden hervor, um Menschenhandel wirksam zu bekämpfen.
Tirol setzt auf Prävention und Schulungen
In Tirol koordiniert die Abteilung Staatsbürgerschaft alle Aktivitäten gegen Menschenhandel. Die Tiroler Koordinierungsstelle arbeitet in der österreichweiten Task Force Menschenhandel mit und führt regelmäßige Schulungen für Fachkräfte – etwa aus Kinder- und Jugendhilfe oder Sozialarbeit – durch, um Anzeichen von Menschenhandel frühzeitig zu erkennen.
Landesrätin Pawlata erklärt: „Menschenhandel ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung und betrifft vor allem Frauen. Neben sexueller Ausbeutung geht es auch um Arbeitsausbeutung, etwa in Haushalten, Pflegeberufen oder in der Bettelei.“
Zivilgesellschaft gefragt
Sicherheitslandesrätin Mair betont die Rolle der Bevölkerung: „Hinschauen und Verdachtsfälle melden ist entscheidend. Tirol steht für Sicherheit und Menschlichkeit – wir schützen jene, die ausgebeutet werden.“
Hinweise auf Menschenhandel können rund um die Uhr bei der Hotline des Bundeskriminalamts (+43 677 61 34 34 34) gemeldet werden. Betroffene oder Beobachter können sich außerdem anonym und kostenlos an Opferschutzeinrichtungen wie IBF oder MEN VIA wenden.






