Tote Frau: Sohn vor Gericht geständig

Er habe sie „erschlagen“, erklärte der Angeklagte in seiner Einvernahme vor Richterin Helga Moser und den Geschworenen. Es sei aber „nicht geplant gewesen“, fügte der 43-jährige Tiroler hinzu. Vor der Tat habe er jedenfalls „in einem Lokal Whisky getrunken“ und sei dann wieder zuhause mit seiner pflegebedürftigen Mutter „in eine Diskussion gekommen“, skizzierte er schließlich die Zeit vor der Tötung. „Meine Mutter hat mir gegenüber geäußert, dass sie nicht mehr leben möchte“, führte der Mann aus. Das Streitgespräch habe sich schließlich „hochgeschaukelt“ und er selbst sei „außer Kontrolle geraten“: „Ich wurde sauer und habe dann zugeschlagen.“ Wie oft, konnte er auf Nachfrage von Moser nicht sagen. Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft war es aber zumindest 22 Mal. Zudem soll er auf ihr gekniet sein, was zum Bruch der zweiten und dritten Rippe führte und sie zumindest 20 Sekunden gewürgt haben – mit der Folge dass ihr Zungenbein brach.
Angeklagte stritt Tötung der Mutter zunächst ab
Nach der Tat hatte der Beschuldigte zunächst jegliche Schuld von sich gewesen. Der stellvertretende Leiter des Tiroler Kriminalamtes (LKA), Philipp Rapold schilderte damals gegenüber der APA, dass der Mann im Zuge seiner Einvernahme bei der Version bleibe, sich in jener Nacht schlafen gelegt und seine Mutter dann tot aufgefunden zu haben. Er verständigte selbst die Polizei. Bei der Untersuchung des Leichnams stellte ein Notarzt jedoch verdächtige Verletzungen fest. Der stark alkoholisierte Sohn wurde noch an Ort und Stelle festgenommen. Die 69-Jährige hatte zuletzt in der Wohnung ihres Sohnes gelebt. Der 43-Jährige hatte sich um die Pflegebedürftige gekümmert.
APA/UT24Â






